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So nah, so fern. Menschen im Waldviertel und in Südböhmen 1945-1989

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Die vorliegenden Mikrostudien sind an der Systemgrenze zwischen West und Ost in die Rahmenbedingungen der beiden Nationalstaaten eingebettet. Österreich und die Tschechoslowakei wurden nach 1945 im Wesentlichen in den Grenzen von 1938 wiederkonstituiert, wobei die Tschechoslowakei die Karpatho-Ukraine an die Sowjetunion abtreten musste. Beide Staaten wurden von außen von der NS-Diktatur befreit. Während jedoch die Tschechoslowakei als Siegerstaat galt, erlebte Österreich bis zum Staatsvertrag 1955 zehn unsichere Jahre zwischen Befreiung, Besatzung und Freiheit. die politischen Systeme waren direkt nach dem Krieg so unähnlich nicht. So kam es zur Bildung von kartellisierten Parteiensystemen: In Österreich wurden anfangs nur drei Parteien von den Besatzungsmächten zugelassen, in der Tschechoslowakei waren es im Rahmen der Selbstbeschränkung der „Nationalen Front“ im tschechischen Landesteil vier. Überparteilich organisierte „Massenorganisationen“ wie Gewerkschafts- und Jugendverbände sollten die neue Einheit des Volkes im Gegensatz zu den aufgesplitterten „Ersten Republiken“ verkörpern.

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So nah, so fern. Menschen im Waldviertel und in Südböhmen 1945-1989, Niklas Perzi

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
So nah, so fern. Menschen im Waldviertel und in Südböhmen 1945-1989
Język
niemiecki
Rok wydania
2012
Oprawa
miękka
Liczba stron
478
ISBN10
3990280937
ISBN13
9783990280935
Seria
Opis
Die vorliegenden Mikrostudien sind an der Systemgrenze zwischen West und Ost in die Rahmenbedingungen der beiden Nationalstaaten eingebettet. Österreich und die Tschechoslowakei wurden nach 1945 im Wesentlichen in den Grenzen von 1938 wiederkonstituiert, wobei die Tschechoslowakei die Karpatho-Ukraine an die Sowjetunion abtreten musste. Beide Staaten wurden von außen von der NS-Diktatur befreit. Während jedoch die Tschechoslowakei als Siegerstaat galt, erlebte Österreich bis zum Staatsvertrag 1955 zehn unsichere Jahre zwischen Befreiung, Besatzung und Freiheit. die politischen Systeme waren direkt nach dem Krieg so unähnlich nicht. So kam es zur Bildung von kartellisierten Parteiensystemen: In Österreich wurden anfangs nur drei Parteien von den Besatzungsmächten zugelassen, in der Tschechoslowakei waren es im Rahmen der Selbstbeschränkung der „Nationalen Front“ im tschechischen Landesteil vier. Überparteilich organisierte „Massenorganisationen“ wie Gewerkschafts- und Jugendverbände sollten die neue Einheit des Volkes im Gegensatz zu den aufgesplitterten „Ersten Republiken“ verkörpern.