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Mehr als ein Spiel : Fußball und populare Kulturen im Wien der Moderne

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Zu einer Zeit, als die ehemalige Habsburgerresidenz nur noch die Hauptstadt eines Kleinstaates ist, entwickelt sich der Wiener Fußball zu einem modernen Zuschauersport. Die großen Fußballhelden dieser Ära sind oft 'Legionäre' aus den Nachfolgestaaten oder stammen aus vorstädtischen Zuwanderermilieus, wie Pepi Uridil und Matthias Sindelar. Die Arbeitervorstädte bilden die produktive Basis des Wiener Fußballs und stellen die Mehrheit der Aktiven und Zuschauer. Gleichzeitig spielt die bürgerliche City eine entscheidende Rolle, sowohl durch Mäzene und Betreiber von Großclubs als auch durch Bohemiens und Kaffeehausliteraten, die das Spektakel in Feuilletons und Diskursen thematisieren. Diese unverwechselbare Mischung aus vorstädtischen und urbanen Lebenswelten, sowie das Ineinandergreifen von populärer und elitärer Kultur, verleiht dem Wiener Fußball dieser Zeit internationale Bedeutung und führt zur Entstehung einer anerkannten Wiener Schule, ähnlich wie in der Medizin und Musik. Das Buch beleuchtet spezifische Facetten der populären Kultur dieser Stadt anhand des modernen Massenspektakels. Rapid steht prototypisch für die Vorstadt, Austria für das großbürgerliche Innenstadtmilieu, während das legendäre Wunderteam die Auflösung beider Paradigmen verkörpert. Die Stars aus den Vorstädten, die Kaffeehauskultur und die typischen Merkmale des wienerischen Wesens sind zentrale Themen.

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Mehr als ein Spiel : Fußball und populare Kulturen im Wien der Moderne, Roman Horák, Wolfgang Maderthaner

Język
Rok wydania
1997
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Mehr als ein Spiel : Fußball und populare Kulturen im Wien der Moderne
Język
niemiecki
Rok wydania
1997
Oprawa
twarda
Liczba stron
227
ISBN10
3854092768
ISBN13
9783854092766
Seria
Opis
Zu einer Zeit, als die ehemalige Habsburgerresidenz nur noch die Hauptstadt eines Kleinstaates ist, entwickelt sich der Wiener Fußball zu einem modernen Zuschauersport. Die großen Fußballhelden dieser Ära sind oft 'Legionäre' aus den Nachfolgestaaten oder stammen aus vorstädtischen Zuwanderermilieus, wie Pepi Uridil und Matthias Sindelar. Die Arbeitervorstädte bilden die produktive Basis des Wiener Fußballs und stellen die Mehrheit der Aktiven und Zuschauer. Gleichzeitig spielt die bürgerliche City eine entscheidende Rolle, sowohl durch Mäzene und Betreiber von Großclubs als auch durch Bohemiens und Kaffeehausliteraten, die das Spektakel in Feuilletons und Diskursen thematisieren. Diese unverwechselbare Mischung aus vorstädtischen und urbanen Lebenswelten, sowie das Ineinandergreifen von populärer und elitärer Kultur, verleiht dem Wiener Fußball dieser Zeit internationale Bedeutung und führt zur Entstehung einer anerkannten Wiener Schule, ähnlich wie in der Medizin und Musik. Das Buch beleuchtet spezifische Facetten der populären Kultur dieser Stadt anhand des modernen Massenspektakels. Rapid steht prototypisch für die Vorstadt, Austria für das großbürgerliche Innenstadtmilieu, während das legendäre Wunderteam die Auflösung beider Paradigmen verkörpert. Die Stars aus den Vorstädten, die Kaffeehauskultur und die typischen Merkmale des wienerischen Wesens sind zentrale Themen.