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Nationalbesitzstand und "Wiedergutmachung"

Zur historischen Semantik sudetendeutscher Kampfbegriffe

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Der Ursprung der sudetendeutschen Wiedergutmachungsforderungen. Erstmals untersucht eine Studie den Ursprung der sudetendeutschen Wiedergutmachungsforderungen gegenüber Prag. Dabei zeigt sich, dass diese Forderungen nicht erst im Zusammenhang mit der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Vielmehr beruhen sie auf einer diskursiven Praxis, die ihren Anfang bereits in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit genommen hat, als unter dem Wiedergutmachungsbegriff der Ruf nach Kompensation für Schäden am sudetendeutschen »Besitzstand« zusammengefasst wurde. Auf breiter Quellenbasis analysiert die Autorin die Entwicklung der »Wiedergutmachung« zu einem zentralen sudetendeutschen Schlagwort nach 1919 und fragt nach der Rolle, die der Wiedergutmachungsbegriff bei der Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938/39 spielte. Die mit dem Begriff verbundene Erwartungshaltung auf Entschädigung des beschädigten sudetendeutschen »Nationalbesitzstandes« sollte allerdings im »Dritten Reich« nicht erfüllt werden.

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Nationalbesitzstand und "Wiedergutmachung", Iris Nachum

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Nationalbesitzstand und "Wiedergutmachung"
Podtytuł
Zur historischen Semantik sudetendeutscher Kampfbegriffe
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Oprawa
twarda
Liczba stron
390
ISBN13
9783525352151
Seria
Opis
Der Ursprung der sudetendeutschen Wiedergutmachungsforderungen. Erstmals untersucht eine Studie den Ursprung der sudetendeutschen Wiedergutmachungsforderungen gegenüber Prag. Dabei zeigt sich, dass diese Forderungen nicht erst im Zusammenhang mit der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Vielmehr beruhen sie auf einer diskursiven Praxis, die ihren Anfang bereits in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit genommen hat, als unter dem Wiedergutmachungsbegriff der Ruf nach Kompensation für Schäden am sudetendeutschen »Besitzstand« zusammengefasst wurde. Auf breiter Quellenbasis analysiert die Autorin die Entwicklung der »Wiedergutmachung« zu einem zentralen sudetendeutschen Schlagwort nach 1919 und fragt nach der Rolle, die der Wiedergutmachungsbegriff bei der Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938/39 spielte. Die mit dem Begriff verbundene Erwartungshaltung auf Entschädigung des beschädigten sudetendeutschen »Nationalbesitzstandes« sollte allerdings im »Dritten Reich« nicht erfüllt werden.