Bookbot

Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte

Jahrgang 28,1

Parametry

  • 154 strony
  • 6 godzin czytania

Więcej o książce

Die Revolutionen in Europa beginnen auf Straßen und Plätzen, getragen von den unteren Schichten der Gesellschaft, von Tagelöhnern bis Handwerksmeistern, oft unterstützt von Journalisten, Studenten und freiberuflichen Akademikern. Diese liefern das ideologische Rüstzeug und sind gelegentlich die intellektuellen Antreiber der Umwälzungen. Ein zentrales Element der Revolutionen im 19. Jahrhundert ist ihr bürgerlicher Charakter. Das Bürgertum propagierte seine Ideen zur Neuordnung von Staat und Gesellschaft in Klubs und Medien, wodurch die Legitimität der monarchischen und aristokratischen Führungsrolle untergraben wurde. Es hat überwiegend den Gang der Entwicklung bestimmt, unterstützt durch Provisorische Regierungen und Parlamente, die als Institutionen für die bürgerlichen Revolutionsziele dienten. Das Bürgertum strebte eine Neuordnung des politischen Verbandes durch eine konstitutionelle Verfassung an, ohne jedoch eine radikale Umgestaltung der Machtverhältnisse zu verfolgen, sodass der Adel weiterhin eine Rolle spielte. Ironischerweise war keine Revolutionsregierung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Institution von „Revolutionären“ im landläufigen Sinne. Es bestand ein dialektisches Verhältnis zwischen den unorganisierten Massen und den institutionalisierten bürgerlichen Regierungen, deren Durchschlagskraft stark vom Druck der Unterschichten abhing. Nach dem Sieg über die alten Kräfte dienten die Regierungen oft

Zakup książki

Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte, Karsten Ruppert, Wolfgang Stephan Kissel, Felix Riefer, Leonid Dehnert Luks

Język
Rok wydania
2024
Oprawa
(miękka)
Jak tylko się pojawi, wyślemy Ci wiadomość e-mail.

Metody płatności

Nikt jeszcze nie ocenił.Oceń

Tytuł
Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte
Podtytuł
Jahrgang 28,1
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
miękka
Liczba stron
154
ISBN13
9783838219653
Seria
Tagi
Opis
Die Revolutionen in Europa beginnen auf Straßen und Plätzen, getragen von den unteren Schichten der Gesellschaft, von Tagelöhnern bis Handwerksmeistern, oft unterstützt von Journalisten, Studenten und freiberuflichen Akademikern. Diese liefern das ideologische Rüstzeug und sind gelegentlich die intellektuellen Antreiber der Umwälzungen. Ein zentrales Element der Revolutionen im 19. Jahrhundert ist ihr bürgerlicher Charakter. Das Bürgertum propagierte seine Ideen zur Neuordnung von Staat und Gesellschaft in Klubs und Medien, wodurch die Legitimität der monarchischen und aristokratischen Führungsrolle untergraben wurde. Es hat überwiegend den Gang der Entwicklung bestimmt, unterstützt durch Provisorische Regierungen und Parlamente, die als Institutionen für die bürgerlichen Revolutionsziele dienten. Das Bürgertum strebte eine Neuordnung des politischen Verbandes durch eine konstitutionelle Verfassung an, ohne jedoch eine radikale Umgestaltung der Machtverhältnisse zu verfolgen, sodass der Adel weiterhin eine Rolle spielte. Ironischerweise war keine Revolutionsregierung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Institution von „Revolutionären“ im landläufigen Sinne. Es bestand ein dialektisches Verhältnis zwischen den unorganisierten Massen und den institutionalisierten bürgerlichen Regierungen, deren Durchschlagskraft stark vom Druck der Unterschichten abhing. Nach dem Sieg über die alten Kräfte dienten die Regierungen oft