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Volksmärchen der Deutschen, Erster Band

Mit Illustrationen von Rudolf Jordan, Georg Osterwald, Ludwig Richter und Adolph Schroedter

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  • 436 stron
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Volksmärchen sind keine Volksromane, oder Erzählungen solcher Begebenheiten, die sich nach dem gemeinen Weltlaufe wirklich haben zutragen können; jene veridealisieren die Welt, und können nur unter gewissen konventuellen Voraussetzungen, welche die Einbildungskraft, solang sie ihrer bedarf, als Wahrheit gelten läßt, sich begeben haben. Ihre Gestalt ist mannichfaltig, je nachdem Zeiten, Sitten, Denkungsart, hauptsächlich Theogenie und Geisterlehre jedes Volkes, auf die Phantasie gewirket hat. Doch dünkt mich, der Nationalcharakter veroffenbare sich darin ebensowohl, als in den mechanischen Kunstwerken jeder Nation. Reichtum an Erfindung, Üppigkeit und Überladung an seltsamen Verzierungen, zeichnet die morgenländischen Stoffe und Erzählungen aus; Flüchtigkeit in der Bearbeitung, Leichtigkeit und Flachheit in der Anlage, die französischen Feereien und Manufakturwaren; Anordnung, und Übereinstimmung und handfeste Komposition, die Gerätschaft der Deutschen und ihrer Dichtungen. [Aus dem Vorbericht] Der Neusatz und die Illustrationen folgen der Ausgabe von 1842, erschienen im Verlag Mayer und Wigand.

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Volksmärchen der Deutschen, Erster Band, Johann K. A. Musäus

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Volksmärchen der Deutschen, Erster Band
Podtytuł
Mit Illustrationen von Rudolf Jordan, Georg Osterwald, Ludwig Richter und Adolph Schroedter
Język
niemiecki
Wydawca
Boer
Rok wydania
2022
Oprawa
twarda
Liczba stron
436
ISBN13
9783966622202
Seria
Tagi
Opis
Volksmärchen sind keine Volksromane, oder Erzählungen solcher Begebenheiten, die sich nach dem gemeinen Weltlaufe wirklich haben zutragen können; jene veridealisieren die Welt, und können nur unter gewissen konventuellen Voraussetzungen, welche die Einbildungskraft, solang sie ihrer bedarf, als Wahrheit gelten läßt, sich begeben haben. Ihre Gestalt ist mannichfaltig, je nachdem Zeiten, Sitten, Denkungsart, hauptsächlich Theogenie und Geisterlehre jedes Volkes, auf die Phantasie gewirket hat. Doch dünkt mich, der Nationalcharakter veroffenbare sich darin ebensowohl, als in den mechanischen Kunstwerken jeder Nation. Reichtum an Erfindung, Üppigkeit und Überladung an seltsamen Verzierungen, zeichnet die morgenländischen Stoffe und Erzählungen aus; Flüchtigkeit in der Bearbeitung, Leichtigkeit und Flachheit in der Anlage, die französischen Feereien und Manufakturwaren; Anordnung, und Übereinstimmung und handfeste Komposition, die Gerätschaft der Deutschen und ihrer Dichtungen. [Aus dem Vorbericht] Der Neusatz und die Illustrationen folgen der Ausgabe von 1842, erschienen im Verlag Mayer und Wigand.