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Ini

Ein Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert

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  • 98 stron
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„Ich Unglücklicher soll dich meiden“, rief Guido wehmütig. „Wozu die Klage?“ entgegnete Ini. „Mögen dich rüstige Adler zum Pol tragen, magst du dich in die Tiefen des Ozeans senken, mein Bild bleibt dir nahe. Frei durchfliegt der Gedanke des Liebenden die Ferne, und die Region der Phantasie ist eine wirkliche. Auch wäre daheim dein Ziel nicht zu umarmen. Das Anschauen der Welt, die Übung der Kraft in Taten, müssen jene Bildung der Schönheit vollenden, deren Lohn meine Gegenliebe sein wird. Darum scheide männlich!“ Guido, ein etwa zwanzigjähriger Jüngling, hatte eine geheimnisvolle Herkunft. Die Sage machte ihn zum Fündling, und die Gesetze bestimmten, dass die Landespflege ihn erziehen sollte. Früh wurde er in das große Knabenhaus am Meer nahe Palermo gebracht, wo die Vorsteher bis zum zwölften Jahr für die körperliche Entwicklung durch Laufen, Ringen und Schwimmen sowie für die Stärkung des Denkvermögens sorgten. In vergangenen Jahrhunderten hätte selbst der tiefsinnigste Geometer nicht geahnt, was junge Knaben im Bereich der Mathematik bereits vermochten. Es war jedoch so weit gekommen, dass Hirten, die die Sternkunde wie ihre Vorfahren betrieben, bei Tage Teleskope fertigten, nachts den Himmel beobachteten und die Finsternisse der neu entdeckten Planeten und ihrer Trabanten ausmittelten.

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Ini, Julius Von Voß

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Ini
Podtytuł
Ein Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert
Język
niemiecki
Wydawca
Culturea
Rok wydania
2023
Oprawa
miękka
Liczba stron
98
ISBN13
9791041906024
Seria
Tagi
Opis
„Ich Unglücklicher soll dich meiden“, rief Guido wehmütig. „Wozu die Klage?“ entgegnete Ini. „Mögen dich rüstige Adler zum Pol tragen, magst du dich in die Tiefen des Ozeans senken, mein Bild bleibt dir nahe. Frei durchfliegt der Gedanke des Liebenden die Ferne, und die Region der Phantasie ist eine wirkliche. Auch wäre daheim dein Ziel nicht zu umarmen. Das Anschauen der Welt, die Übung der Kraft in Taten, müssen jene Bildung der Schönheit vollenden, deren Lohn meine Gegenliebe sein wird. Darum scheide männlich!“ Guido, ein etwa zwanzigjähriger Jüngling, hatte eine geheimnisvolle Herkunft. Die Sage machte ihn zum Fündling, und die Gesetze bestimmten, dass die Landespflege ihn erziehen sollte. Früh wurde er in das große Knabenhaus am Meer nahe Palermo gebracht, wo die Vorsteher bis zum zwölften Jahr für die körperliche Entwicklung durch Laufen, Ringen und Schwimmen sowie für die Stärkung des Denkvermögens sorgten. In vergangenen Jahrhunderten hätte selbst der tiefsinnigste Geometer nicht geahnt, was junge Knaben im Bereich der Mathematik bereits vermochten. Es war jedoch so weit gekommen, dass Hirten, die die Sternkunde wie ihre Vorfahren betrieben, bei Tage Teleskope fertigten, nachts den Himmel beobachteten und die Finsternisse der neu entdeckten Planeten und ihrer Trabanten ausmittelten.