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Wilde Wiesen

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Der Kindheit und Adoleszenz haben viele Bücher der letzten Jahre nachgespürt, jedoch nie auf eine solche Weise wie hier. »Analyse am offenen Herzen.« Die wilden Wiesen der Kindheit bleiben unvergesslich, überblendet und von kuriosen Figuren belebt, erscheinen sie dem Erwachsenen bis tief in den Schlaf. Die »Autogeographie« fungiert als Traumprotokoll, eine animierte Landkarte von Orten wie Einfeld, Tungendorf und Pillnitz. Allerweltsorte werden als Kulissen und Phantasmagorien des Erzählers aufgebaut – manchmal Miniatur, manchmal überwältigend. In der Idylle der Großelternstadt verbergen sich Voyeure und Exhibitionisten. Das Kind, auf dem holsteinischen Geestrücken gewiegt, erkennt als Jugendlicher an einem thüringischen Küchentisch das Urbild der Heimat. Der Junge, Deutschland entkommen, entdeckt bei amerikanischen Gastgebern die Fratze puritanischer Vergeblichkeit. Der junge Erwachsene begegnet geistig Behinderten und ihren zynischen Betreuern, was eine Grenzerfahrung darstellt. Die skizzenhafte Darstellung der Orte bringt schließlich Furcht und Trieb, Hochmut und Schicksal, Slackertum und Bildungshunger zur Sprache. Dahinter zeigt sich der historische Horizont: die deutsche Teilung, das Drama der Flucht und die Ära der Jesuspeople. Dieses Werk ist eine groteske Beichte in zehn Kapiteln, das Protokoll der Provinz als Schrittmacher der Geschichte.

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Wilde Wiesen, Ulf Erdmann Ziegler

Język
Rok wydania
2007
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Wilde Wiesen
Język
niemiecki
Rok wydania
2007
Oprawa
twarda
Liczba stron
151
ISBN10
3835302752
ISBN13
9783835302754
Seria
Ocena
3,35 z 5
Opis
Der Kindheit und Adoleszenz haben viele Bücher der letzten Jahre nachgespürt, jedoch nie auf eine solche Weise wie hier. »Analyse am offenen Herzen.« Die wilden Wiesen der Kindheit bleiben unvergesslich, überblendet und von kuriosen Figuren belebt, erscheinen sie dem Erwachsenen bis tief in den Schlaf. Die »Autogeographie« fungiert als Traumprotokoll, eine animierte Landkarte von Orten wie Einfeld, Tungendorf und Pillnitz. Allerweltsorte werden als Kulissen und Phantasmagorien des Erzählers aufgebaut – manchmal Miniatur, manchmal überwältigend. In der Idylle der Großelternstadt verbergen sich Voyeure und Exhibitionisten. Das Kind, auf dem holsteinischen Geestrücken gewiegt, erkennt als Jugendlicher an einem thüringischen Küchentisch das Urbild der Heimat. Der Junge, Deutschland entkommen, entdeckt bei amerikanischen Gastgebern die Fratze puritanischer Vergeblichkeit. Der junge Erwachsene begegnet geistig Behinderten und ihren zynischen Betreuern, was eine Grenzerfahrung darstellt. Die skizzenhafte Darstellung der Orte bringt schließlich Furcht und Trieb, Hochmut und Schicksal, Slackertum und Bildungshunger zur Sprache. Dahinter zeigt sich der historische Horizont: die deutsche Teilung, das Drama der Flucht und die Ära der Jesuspeople. Dieses Werk ist eine groteske Beichte in zehn Kapiteln, das Protokoll der Provinz als Schrittmacher der Geschichte.