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Tolstoi und Nietzsche

Die Idee des Guten in ihren Lehren

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  • 304 strony
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Professor Riehl hat festgestellt, dass Nietzsche nicht als Lehrer geeignet ist, da er ständig mit sich selbst experimentiert. Die Philosophie sollte jedoch nicht nur für Schüler gedacht sein. Die Jugend benötigt zwar Anleitung und Antworten auf die Frage: Was soll man tun? Dennoch gibt es keinen Grund, sich an Nietzsche, Dostojewski oder Tolstoi zu wenden, da diese aus dem gewohnten Lebensweg herausgerissen wurden. Ihre wechselnden Überzeugungen sprechen gegen sie als Lehrmeister. Wie kann man ihnen eine junge Seele anvertrauen, wenn sie selbst nicht für die Zukunft garantieren können? Graf Tolstoi, der Lewins Familienleben in „Anna Karenina“ feierte, schrieb Jahre später Werke wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ und die „Kreuzersonate“, die eine andere Sichtweise präsentieren. Während Lewins Leben als vorbildlich gilt, beschreibt Posdnyschow es als „wir haben wie die Schweine gelebt“. Für Nietzsche war die zentrale Frage: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Diese Worte sind einfach, doch sie sind von tiefem Leid und Bitterkeit geprägt. Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Die menschliche Wissenschaft und Moral, die sich dem durchschnittlichen Leben anpassen und das Mittelmaß als Grundlage heiligen, sind erlogen.

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Tolstoi und Nietzsche, Lev Šestov, Boris Groys

Język
Rok wydania
1993
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Tolstoi und Nietzsche
Podtytuł
Die Idee des Guten in ihren Lehren
Język
niemiecki
Rok wydania
1993
Oprawa
twarda
Liczba stron
304
ISBN10
3882212667
ISBN13
9783882212662
Seria
Opis
Professor Riehl hat festgestellt, dass Nietzsche nicht als Lehrer geeignet ist, da er ständig mit sich selbst experimentiert. Die Philosophie sollte jedoch nicht nur für Schüler gedacht sein. Die Jugend benötigt zwar Anleitung und Antworten auf die Frage: Was soll man tun? Dennoch gibt es keinen Grund, sich an Nietzsche, Dostojewski oder Tolstoi zu wenden, da diese aus dem gewohnten Lebensweg herausgerissen wurden. Ihre wechselnden Überzeugungen sprechen gegen sie als Lehrmeister. Wie kann man ihnen eine junge Seele anvertrauen, wenn sie selbst nicht für die Zukunft garantieren können? Graf Tolstoi, der Lewins Familienleben in „Anna Karenina“ feierte, schrieb Jahre später Werke wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ und die „Kreuzersonate“, die eine andere Sichtweise präsentieren. Während Lewins Leben als vorbildlich gilt, beschreibt Posdnyschow es als „wir haben wie die Schweine gelebt“. Für Nietzsche war die zentrale Frage: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Diese Worte sind einfach, doch sie sind von tiefem Leid und Bitterkeit geprägt. Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Die menschliche Wissenschaft und Moral, die sich dem durchschnittlichen Leben anpassen und das Mittelmaß als Grundlage heiligen, sind erlogen.