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Das Jahr 1938 war entscheidend für die deutsch-jüdische Geschichte, insbesondere durch die Pogrome im November, die die jüdischen Gemeinschaften in Deutschland und Österreich stark trafen. Im Kunstbetrieb führten die Ereignisse zu tiefgreifenden Einschnitten, deren Auswirkungen bis über 1945 hinaus spürbar waren. Die Arisierungsmaßnahmen entzogen vielen Künstlern, Sammlern, Händlern, Kritikern und Museumsmitarbeitern ihre Existenzgrundlage. Die Profiteure dieser Gewalt lassen sich im Kunstsystem klar identifizieren. Die gängige Vorstellung, dass die Verfolgung der Avantgarde im Zentrum der nationalsozialistischen Kunstpolitik stand, wird von den Autorinnen und Autoren korrigiert. Vielmehr war das Ziel, die Kontrolle über die Teilnehmer am Kunstbetrieb zu erlangen, wobei rassepolitische Kriterien entscheidend waren. Die vollständige Arisierung des Kunstbetriebs wurde 1938 durchgesetzt und prägte die Nachkriegszeit nachhaltig. Viele verfolgte jüdische Künstler gerieten in Vergessenheit und wurden auch nach 1945 nicht mehr in Deutschland gesammelt oder gewürdigt. Der Begleitband zur Ausstellung dokumentiert Werke verfolgter Künstler und vergleicht sie mit denen von Künstlern, die während des Nationalsozialismus gefördert wurden.

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1938 - Kunst, Künstler, Politik, Konstanze Crüwell, Julia Voss, Raphael Gross, Eva Atlan, Herwig Engelmann

Język
Rok wydania
2013
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
1938 - Kunst, Künstler, Politik
Język
niemiecki
Rok wydania
2013
Oprawa
miękka
Liczba stron
340
ISBN10
3835314122
ISBN13
9783835314122
Seria
Ocena
4 z 5
Opis
Das Jahr 1938 war entscheidend für die deutsch-jüdische Geschichte, insbesondere durch die Pogrome im November, die die jüdischen Gemeinschaften in Deutschland und Österreich stark trafen. Im Kunstbetrieb führten die Ereignisse zu tiefgreifenden Einschnitten, deren Auswirkungen bis über 1945 hinaus spürbar waren. Die Arisierungsmaßnahmen entzogen vielen Künstlern, Sammlern, Händlern, Kritikern und Museumsmitarbeitern ihre Existenzgrundlage. Die Profiteure dieser Gewalt lassen sich im Kunstsystem klar identifizieren. Die gängige Vorstellung, dass die Verfolgung der Avantgarde im Zentrum der nationalsozialistischen Kunstpolitik stand, wird von den Autorinnen und Autoren korrigiert. Vielmehr war das Ziel, die Kontrolle über die Teilnehmer am Kunstbetrieb zu erlangen, wobei rassepolitische Kriterien entscheidend waren. Die vollständige Arisierung des Kunstbetriebs wurde 1938 durchgesetzt und prägte die Nachkriegszeit nachhaltig. Viele verfolgte jüdische Künstler gerieten in Vergessenheit und wurden auch nach 1945 nicht mehr in Deutschland gesammelt oder gewürdigt. Der Begleitband zur Ausstellung dokumentiert Werke verfolgter Künstler und vergleicht sie mit denen von Künstlern, die während des Nationalsozialismus gefördert wurden.