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Instabilität und Kapitalismus

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Die gegenwärtige Krise der Finanzmärkte wird oft als auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaften betrachtet. Der Marktliberalismus und die Theorie der „effizienten Märkte“ haben versagt, und die ökonomische Orthodoxie bietet kein adäquates Instrumentarium, um die Realität der „wilden Märkte“ zu verstehen. Die Frage bleibt, wie sich Instabilitäten im Systemverhalten erklären und prognostizieren lassen. Der Ökonom Hyman P. Minsky entwickelte bereits in den sechziger Jahren eine Theorie finanzieller Instabilität, die aufzeigt, dass das Finanzsystem auch ohne äußere Einflüsse oder Fehlverhalten regelmäßig zu Krisen neigt. Diese Instabilitäten sind weniger auf einzelne Erschütterungen zurückzuführen, sondern vielmehr auf die innere Logik der Finanzmärkte. Stabile Wirtschaftslagen können desaströse Finanzierungskreisläufe in Gang setzen: Wirtschaftswachstum steigert den Bedarf an Liquidität und damit die Bereitschaft zur Kreditvergabe und Verschuldung. Diese Risikoverlagerung führt zu Finanzierungsketten, deren Zusammenbruch durch einen kleinen Auslöser verursacht werden kann. Auf den Finanzmärkten ist jedes Gleichgewicht nur temporär, und das effiziente Funktionieren des Systems erweist sich als dysfunktional. Die Mechanismen und Institutionen moderner Finanzwelten sind inhärent ruinös und erzeugen ihr eigenes toxisches Arsenal. Der vorliegende Band enthält zwei zentrale Texte Minskys, die seine Theorie prägnant und verständlich

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Instabilität und Kapitalismus, Hyman P. Minsky

Język
Rok wydania
2011
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Instabilität und Kapitalismus
Język
niemiecki
Wydawca
Diaphanes
Rok wydania
2011
Oprawa
miękka
Liczba stron
142
ISBN10
3037341440
ISBN13
9783037341445
Seria
Opis
Die gegenwärtige Krise der Finanzmärkte wird oft als auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaften betrachtet. Der Marktliberalismus und die Theorie der „effizienten Märkte“ haben versagt, und die ökonomische Orthodoxie bietet kein adäquates Instrumentarium, um die Realität der „wilden Märkte“ zu verstehen. Die Frage bleibt, wie sich Instabilitäten im Systemverhalten erklären und prognostizieren lassen. Der Ökonom Hyman P. Minsky entwickelte bereits in den sechziger Jahren eine Theorie finanzieller Instabilität, die aufzeigt, dass das Finanzsystem auch ohne äußere Einflüsse oder Fehlverhalten regelmäßig zu Krisen neigt. Diese Instabilitäten sind weniger auf einzelne Erschütterungen zurückzuführen, sondern vielmehr auf die innere Logik der Finanzmärkte. Stabile Wirtschaftslagen können desaströse Finanzierungskreisläufe in Gang setzen: Wirtschaftswachstum steigert den Bedarf an Liquidität und damit die Bereitschaft zur Kreditvergabe und Verschuldung. Diese Risikoverlagerung führt zu Finanzierungsketten, deren Zusammenbruch durch einen kleinen Auslöser verursacht werden kann. Auf den Finanzmärkten ist jedes Gleichgewicht nur temporär, und das effiziente Funktionieren des Systems erweist sich als dysfunktional. Die Mechanismen und Institutionen moderner Finanzwelten sind inhärent ruinös und erzeugen ihr eigenes toxisches Arsenal. Der vorliegende Band enthält zwei zentrale Texte Minskys, die seine Theorie prägnant und verständlich