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Das Licht scheint überall

Menawar - Die Geschichte einer syrischen Christin

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Kapitel 1 Vom Schnee zum Licht Meine Geschichte beginnt im Januar 1964 im kleinen Dorf Bab al-Hadid im Nordosten Syriens. In diesem kalten Winter fiel über einen halben Meter Schnee, was das Dorf nahezu unpassierbar machte. Es gab keine Schneeräumfahrzeuge, und die Dorfbewohner kämpften, um ihre Wege und Hauszugänge freizuhalten. An einem Abend saß meine Familie in einem warmen Zimmer, als die Aufregung stieg. Mein Vater schaute immer wieder zum Fenster, während wir auf die Hebamme warteten, die nicht kam. Plötzlich rief meine Mutter, dass das Kind kommt und wir es alleine schaffen müssen. Unter ihrer Anleitung halfen alle, und ich kam zur Welt, noch bevor die Hebamme eintraf. Die Freude über meine Geburt war besonders, da Mädchen in muslimisch geprägten Ländern oft weniger gefeiert werden. Doch mein Vater war stolz und verkündete die Nachricht im ganzen Dorf. Geburt und Feiern sind in der arabischen Kultur eng verbunden, und bald strömten die Dorfbewohner ins Haus, um zu gratulieren. Es herrschte ein großer Trubel, und die Kinder genossen die Süßigkeiten, die mein Vater großzügig verteilt hatte. Für ihn waren alle seine Kinder gleich wichtig, und er bevorzugte uns Mädchen, was unser späteres Leben prägte. Währenddessen war meine Mutter erschöpft von den vielen Besuchern und fand schließlich einen Moment der Ruhe, während sie mich in den Schlaf wiegte.

Zakup książki

Das Licht scheint überall, Birgit Meitrodt, Menawar Youssef-Safar

Język
Rok wydania
2017
Oprawa
(twarda),
Stan książki
Bardzo dobry
Cena
1,43 zł

Metody płatności

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Tytuł
Das Licht scheint überall
Podtytuł
Menawar - Die Geschichte einer syrischen Christin
Język
niemiecki
Wydawca
Francke
Rok wydania
2017
Oprawa
twarda
Liczba stron
224
ISBN10
3868276734
ISBN13
9783868276732
Seria
Opis
Kapitel 1 Vom Schnee zum Licht Meine Geschichte beginnt im Januar 1964 im kleinen Dorf Bab al-Hadid im Nordosten Syriens. In diesem kalten Winter fiel über einen halben Meter Schnee, was das Dorf nahezu unpassierbar machte. Es gab keine Schneeräumfahrzeuge, und die Dorfbewohner kämpften, um ihre Wege und Hauszugänge freizuhalten. An einem Abend saß meine Familie in einem warmen Zimmer, als die Aufregung stieg. Mein Vater schaute immer wieder zum Fenster, während wir auf die Hebamme warteten, die nicht kam. Plötzlich rief meine Mutter, dass das Kind kommt und wir es alleine schaffen müssen. Unter ihrer Anleitung halfen alle, und ich kam zur Welt, noch bevor die Hebamme eintraf. Die Freude über meine Geburt war besonders, da Mädchen in muslimisch geprägten Ländern oft weniger gefeiert werden. Doch mein Vater war stolz und verkündete die Nachricht im ganzen Dorf. Geburt und Feiern sind in der arabischen Kultur eng verbunden, und bald strömten die Dorfbewohner ins Haus, um zu gratulieren. Es herrschte ein großer Trubel, und die Kinder genossen die Süßigkeiten, die mein Vater großzügig verteilt hatte. Für ihn waren alle seine Kinder gleich wichtig, und er bevorzugte uns Mädchen, was unser späteres Leben prägte. Währenddessen war meine Mutter erschöpft von den vielen Besuchern und fand schließlich einen Moment der Ruhe, während sie mich in den Schlaf wiegte.