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Das sokratische Gespräch in Theorie und Praxis

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Heute wird oft die Distanz zwischen Philosophie und Leben beklagt. Das Sokratische Gespräch zielt darauf ab, diese Kluft zu verringern, indem es Theorie und Praxis eng miteinander verbindet. Im zweiten Kapitel wird der Erfahrungsprozess im Sokratischen Gespräch näher behandelt. Das Hauptziel dieser Gespräche ist die Klärung von Begriffen, die im Alltag verwendet werden, oft ohne darüber nachzudenken. Sokrates nannte diese unbedacht gebrauchten Begriffe „Windeier“. Die im Sokratischen Gespräch neu definierten Begriffe dienen als Maßstäbe zur Analyse realer Verhältnisse und bieten mehr Sicherheit bei alltäglichen Einschätzungen, um besser im Alltag zurechtzukommen. Neben der sachlichen Klärung eines Begriffs verfolgte der sokratisch-platonische Dialog ein weiteres Ziel, das im ersten Kapitel ausführlicher behandelt wird: Im Gegensatz zu den Sophisten, die ihre Meinungen durch geschickte Rhetorik durchsetzen wollten, lag Sokrates daran, eine moralische Haltung im Dialog zu fördern. Die Menschen sollten lernen, miteinander zu kommunizieren und ihre Meinungen zu überdenken. Kurz gesagt, die Kommunikationskultur sollte verbessert werden, wobei das Prinzip der Gleichwertigkeit und das Ernstnehmen aller Gesprächspartner im Vordergrund standen. In den antiken Sokratischen Dialogen, auf die Leonard Nelson 1922 Bezug nimmt, vereinten sich praktische und theoretische Intentionen.

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Das sokratische Gespräch in Theorie und Praxis, Detlef Horster

Język
Rok wydania
1994
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das sokratische Gespräch in Theorie und Praxis
Język
niemiecki
Rok wydania
1994
Oprawa
miękka
Liczba stron
137
ISBN10
3810011525
ISBN13
9783810011527
Seria
Opis
Heute wird oft die Distanz zwischen Philosophie und Leben beklagt. Das Sokratische Gespräch zielt darauf ab, diese Kluft zu verringern, indem es Theorie und Praxis eng miteinander verbindet. Im zweiten Kapitel wird der Erfahrungsprozess im Sokratischen Gespräch näher behandelt. Das Hauptziel dieser Gespräche ist die Klärung von Begriffen, die im Alltag verwendet werden, oft ohne darüber nachzudenken. Sokrates nannte diese unbedacht gebrauchten Begriffe „Windeier“. Die im Sokratischen Gespräch neu definierten Begriffe dienen als Maßstäbe zur Analyse realer Verhältnisse und bieten mehr Sicherheit bei alltäglichen Einschätzungen, um besser im Alltag zurechtzukommen. Neben der sachlichen Klärung eines Begriffs verfolgte der sokratisch-platonische Dialog ein weiteres Ziel, das im ersten Kapitel ausführlicher behandelt wird: Im Gegensatz zu den Sophisten, die ihre Meinungen durch geschickte Rhetorik durchsetzen wollten, lag Sokrates daran, eine moralische Haltung im Dialog zu fördern. Die Menschen sollten lernen, miteinander zu kommunizieren und ihre Meinungen zu überdenken. Kurz gesagt, die Kommunikationskultur sollte verbessert werden, wobei das Prinzip der Gleichwertigkeit und das Ernstnehmen aller Gesprächspartner im Vordergrund standen. In den antiken Sokratischen Dialogen, auf die Leonard Nelson 1922 Bezug nimmt, vereinten sich praktische und theoretische Intentionen.