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Das stählerne Stachelschwein

Häutungen des Westens

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In ein ›stählernes Stachelschwein‹ solle man die Ukraine – auch über den gegenwärtigen Krieg hinaus – verwandeln, befand EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 2025. Aufrüstung als Abschreckung: Auch Taiwan und Südkorea sollten – schon zu Zeiten des Kalten Krieges – mit einer ähnlichen ›Stachelschwein‹-Rolle als ›Bollwerke des Westens‹ fungieren. Pointiert zeichnet Luciano Canfora Entwicklungslinien nach und erinnert auch an oft übersehene Aspekte der Geschichte: Von der Gründung des Atlantikpakts als ›Heiligem Gral‹ des Westens bis hin zu dem Paradox, dass der ›Feind‹ des Westens selbst Teil des Westens sein kann. Mitte des 20. Jahrhunderts hatten die Gründungsmitglieder der NATO eines gemeinsam: Ihrer kolonialen Herrschaft wurden Grenzen gesetzt; es galt deshalb, ein neues Gewand für alte Strukturen zu finden. Dazu bedurfte es, während sich die kolonisierte Welt im Aufstand befand, auch einer neuen Sprache: Losungen von ›Freiheit‹ und ›Demokratie‹ kaschierten die häufig gewaltsame ­Rekolonialisierung. Doch auch heute, im Zuge von Verschiebungen innerhalb eines gepanzerten Westens, zeigt sich das dunkle Erbe seiner ›Zivilisation‹.

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Das stählerne Stachelschwein, Luciano Canfora

Język
Rok wydania
2026
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das stählerne Stachelschwein
Podtytuł
Häutungen des Westens
Język
niemiecki
Rok wydania
2026
Oprawa
miękka
ISBN13
9783894388744
Seria
Opis
In ein ›stählernes Stachelschwein‹ solle man die Ukraine – auch über den gegenwärtigen Krieg hinaus – verwandeln, befand EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 2025. Aufrüstung als Abschreckung: Auch Taiwan und Südkorea sollten – schon zu Zeiten des Kalten Krieges – mit einer ähnlichen ›Stachelschwein‹-Rolle als ›Bollwerke des Westens‹ fungieren. Pointiert zeichnet Luciano Canfora Entwicklungslinien nach und erinnert auch an oft übersehene Aspekte der Geschichte: Von der Gründung des Atlantikpakts als ›Heiligem Gral‹ des Westens bis hin zu dem Paradox, dass der ›Feind‹ des Westens selbst Teil des Westens sein kann. Mitte des 20. Jahrhunderts hatten die Gründungsmitglieder der NATO eines gemeinsam: Ihrer kolonialen Herrschaft wurden Grenzen gesetzt; es galt deshalb, ein neues Gewand für alte Strukturen zu finden. Dazu bedurfte es, während sich die kolonisierte Welt im Aufstand befand, auch einer neuen Sprache: Losungen von ›Freiheit‹ und ›Demokratie‹ kaschierten die häufig gewaltsame ­Rekolonialisierung. Doch auch heute, im Zuge von Verschiebungen innerhalb eines gepanzerten Westens, zeigt sich das dunkle Erbe seiner ›Zivilisation‹.