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Passagen Philosophische Theologie: Die letzte Entlastung

Vollendung und Scheitern des abendländischen Theodizeeprojektes in Schellings Philosophie

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Seit Leibniz bezeichnet Theodizee jenen Prozess, in dem der Schöpfer angesichts der Übel unter Anklage steht und in dem die Vernunft als Ankläger, Verteidiger und Richter auftritt. Diese rationale Theodizee gelangt in Schellings Philosophie zur Vollendung und zugleich zu ihrem Ende. Zur Rechtfertigung Gottes führt Schelling den üblen Zustand der Welt auf einen Freiheitsmissbrauch des Menschen (Sündenfall) und die dadurch selbst zum Übel gewordene Freiheit auf den von Gott unterschiedenen Grund seiner Existenz zurück. Diese zweistufige Entlastung hat früheren Theodizeeversuchen gegenüber drei entscheidende Vorzüge. Sie vermag das Grundproblem jeder Sündenfall-Lehre, das Problem der Verträglichkeit zwischen Gott und menschlicher Freiheit, erstmals überzeugend zu lösen. Sie kommt ohne Verharmlosungen der Übel aus und eröffnet ein systematisches Verständnis für die Gefährdung menschlichen Daseins. Sie überführt die Annahme eines Sündenfalls aus der mythischen in eine theoretische Form und macht sie dadurch argumentativ entscheidbar.

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Passagen Philosophische Theologie: Die letzte Entlastung, Friedrich Hermanni

Język
Rok wydania
1994
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Passagen Philosophische Theologie: Die letzte Entlastung
Podtytuł
Vollendung und Scheitern des abendländischen Theodizeeprojektes in Schellings Philosophie
Język
niemiecki
Rok wydania
1994
Oprawa
miękka
Liczba stron
278
ISBN10
3851650662
ISBN13
9783851650662
Seria
Opis
Seit Leibniz bezeichnet Theodizee jenen Prozess, in dem der Schöpfer angesichts der Übel unter Anklage steht und in dem die Vernunft als Ankläger, Verteidiger und Richter auftritt. Diese rationale Theodizee gelangt in Schellings Philosophie zur Vollendung und zugleich zu ihrem Ende. Zur Rechtfertigung Gottes führt Schelling den üblen Zustand der Welt auf einen Freiheitsmissbrauch des Menschen (Sündenfall) und die dadurch selbst zum Übel gewordene Freiheit auf den von Gott unterschiedenen Grund seiner Existenz zurück. Diese zweistufige Entlastung hat früheren Theodizeeversuchen gegenüber drei entscheidende Vorzüge. Sie vermag das Grundproblem jeder Sündenfall-Lehre, das Problem der Verträglichkeit zwischen Gott und menschlicher Freiheit, erstmals überzeugend zu lösen. Sie kommt ohne Verharmlosungen der Übel aus und eröffnet ein systematisches Verständnis für die Gefährdung menschlichen Daseins. Sie überführt die Annahme eines Sündenfalls aus der mythischen in eine theoretische Form und macht sie dadurch argumentativ entscheidbar.