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Kindheit und Geschichte

Zerstörung der Erfahrung und Ursprung der Geschichte

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  • 208 stron
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Ist der moderne Mensch noch zur Erfahrung fähig? Der titelgebende Essay geht von dieser Frage aus und gibt den thematischen Rahmen der Sammlung vor, der mit Motiven gefüllt wird, die, vordergründig gesehen, heterogener nicht sein könnten: die in unserer Kultur untergründige Komplizenschaft von Rationalität und Irrationalität; die Abspaltung der Begierde vom Mangel und das Auftauchen des Unbewußten; die Verlagerung des Abenteuerlichen vom Alltäglichen ins Außerordentliche; die Geburt des Ich und der Anspruch der modernen Dichtung auf das Unerfahrbare. Zusammengeführt werden all diese Motive in einer Theorie der Kindheit : Zentrale Themen des zeitgenössischen Denkens – wie etwa die anthropologische Opposition von Natur und Kultur und die linguistische Opposition von langue und parole – erfahren hier eine neue Verortung, und zwar aus einer Perspektive, in der der Mensch der metaphysischen Tradition nicht mehr als »das mit Sprache begabte Tier«, sondern als dasjenige Tier erscheint, das keine Sprache hat und sie deshalb von außen empfangen muß.

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Kindheit und Geschichte, Giorgio Agamben

Język
Rok wydania
2004
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Kindheit und Geschichte
Podtytuł
Zerstörung der Erfahrung und Ursprung der Geschichte
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2004
Oprawa
twarda
Liczba stron
208
ISBN10
3518223798
ISBN13
9783518223796
Seria
Opis
Ist der moderne Mensch noch zur Erfahrung fähig? Der titelgebende Essay geht von dieser Frage aus und gibt den thematischen Rahmen der Sammlung vor, der mit Motiven gefüllt wird, die, vordergründig gesehen, heterogener nicht sein könnten: die in unserer Kultur untergründige Komplizenschaft von Rationalität und Irrationalität; die Abspaltung der Begierde vom Mangel und das Auftauchen des Unbewußten; die Verlagerung des Abenteuerlichen vom Alltäglichen ins Außerordentliche; die Geburt des Ich und der Anspruch der modernen Dichtung auf das Unerfahrbare. Zusammengeführt werden all diese Motive in einer Theorie der Kindheit : Zentrale Themen des zeitgenössischen Denkens – wie etwa die anthropologische Opposition von Natur und Kultur und die linguistische Opposition von langue und parole – erfahren hier eine neue Verortung, und zwar aus einer Perspektive, in der der Mensch der metaphysischen Tradition nicht mehr als »das mit Sprache begabte Tier«, sondern als dasjenige Tier erscheint, das keine Sprache hat und sie deshalb von außen empfangen muß.