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»Als Herr Rathenau im Reichstag einen besonders schön gerundeten und klar verständlichen Satz beendet hatte, wurde ihm das Wort ›Feuilleton‹ zugerufen. Der Zuruf kam von den Bänken der Rechten und ist deshalb als ein Schimpfwort aufzufassen gewesen.« Victor Auburtin, 1921 Das Feuilleton, die Kleine Form, ist im deutschsprachigen Raum seit über hundert Jahren ein journalistischer Sonderfall und eine Nebenbühne, auf der man sich mit stilistischer Eleganz und gedanklicher Prägnanz bewähren muss. Sie kommt aus der Mode. Sie wird ersetzt durch schnell ins Netz gehauene abfällige oder zustimmende Kommentare, die der Ironie oder sprachlichen Feinheit keinen Platz lassen. Die beiden Herausgeber, seit Jahren wissenschaftlich oder als Autoren mit der Kleinen Form vertraut, rufen Texte in Erinnerung, in denen es genau um dieses pointierte, mit Leichtigkeit und Eleganz gepaarte Schreiben geht, das genaues Beobachten – und Lesen erfordert, den Leser dann aber mit überraschenden Einsichten und wohltuenden Zweifeln reichlich belohnt.

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Die Eleganz des Feuilletons, Hildegard Kernmayer, Erhard Schütz, Alfred Polgar, Gina Kaus, Victor Auburtin, Robert Walser, Joseph Roth, Plim Plam, Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus, Oskar Blumenthal, Ernst Bloch, Michael Gesell, Ferdinand Avenarius, Kurt Tucholsky, Egon Erwin Kisch, Arnold Hahn, Theodor Lessing, Emil Faktor, Alois Maria Nagler, Arthur Kahane, Sophie von Uhde, Andreas Latzko, Moritz Heyssler, Benno Reifenberg, Daniel Spitzer, Egon Friedell, Ferdinand Kürnberger

Język
Rok wydania
2017
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Die Eleganz des Feuilletons
Podtytuł
Literarische Kleinode
Język
niemiecki
Wydawca
Transit
Rok wydania
2017
Oprawa
twarda
Liczba stron
158
ISBN10
3887473493
ISBN13
9783887473495
Seria
Opis
»Als Herr Rathenau im Reichstag einen besonders schön gerundeten und klar verständlichen Satz beendet hatte, wurde ihm das Wort ›Feuilleton‹ zugerufen. Der Zuruf kam von den Bänken der Rechten und ist deshalb als ein Schimpfwort aufzufassen gewesen.« Victor Auburtin, 1921 Das Feuilleton, die Kleine Form, ist im deutschsprachigen Raum seit über hundert Jahren ein journalistischer Sonderfall und eine Nebenbühne, auf der man sich mit stilistischer Eleganz und gedanklicher Prägnanz bewähren muss. Sie kommt aus der Mode. Sie wird ersetzt durch schnell ins Netz gehauene abfällige oder zustimmende Kommentare, die der Ironie oder sprachlichen Feinheit keinen Platz lassen. Die beiden Herausgeber, seit Jahren wissenschaftlich oder als Autoren mit der Kleinen Form vertraut, rufen Texte in Erinnerung, in denen es genau um dieses pointierte, mit Leichtigkeit und Eleganz gepaarte Schreiben geht, das genaues Beobachten – und Lesen erfordert, den Leser dann aber mit überraschenden Einsichten und wohltuenden Zweifeln reichlich belohnt.