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Blaue Tage

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Eine Kindheit in Medellín, der verläßlich chaotischen Stadt, in der Fernando Vallejo in den vierziger Jahren des fast schon betrauerten vergangenen Jahrhunderts aufwächst. Leichen schwimmen schon damals in den Flüssen, doch noch ist Kindheit ein Zelt blauer Tage. Eine Idylle hat Fernando Vallejo dennoch nicht zu erzählen. Zu wach, zu empfindlich reagiert das Kind auf die Stumpfheit seiner Mitwelt, auf gedankenlose Rede und falsche Töne, zu ausgeprägt ist sein Widerspruchsgeist. Blaue Tage ist das Porträt des Künstlers als garstiges Kind und liebessehnsüchtiges Wesen. Fernando Vallejo ist der brillanteste Stilist Lateinamerikas, ein Radikalsubjektivist und Großtyrann der literarisch geschliffenen Polemik. Für seinen Roman Der Abgrund nahm er 2003 den Literaturpreis Rómulo Gallegos mit der Geste allumfassender Misanthropie entgegen (und stiftete die Preissumme Medellíns Heimen für aufgelesene Straßenhunde). Fernando Vallejos Kunst ist es, Überempfindlichkeit, Verzweiflung und Sehnsucht in die Drastik und auch Komik des Erzählens davon zu überführen. Blaue Tage ist das Paradox einer Schimpfkanonade als Trostbuch.

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Blaue Tage, Fernando Vallejo

Język
Rok wydania
2008
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Blaue Tage
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2008
Oprawa
twarda
Liczba stron
222
ISBN10
3518420186
ISBN13
9783518420188
Seria
Opis
Eine Kindheit in Medellín, der verläßlich chaotischen Stadt, in der Fernando Vallejo in den vierziger Jahren des fast schon betrauerten vergangenen Jahrhunderts aufwächst. Leichen schwimmen schon damals in den Flüssen, doch noch ist Kindheit ein Zelt blauer Tage. Eine Idylle hat Fernando Vallejo dennoch nicht zu erzählen. Zu wach, zu empfindlich reagiert das Kind auf die Stumpfheit seiner Mitwelt, auf gedankenlose Rede und falsche Töne, zu ausgeprägt ist sein Widerspruchsgeist. Blaue Tage ist das Porträt des Künstlers als garstiges Kind und liebessehnsüchtiges Wesen. Fernando Vallejo ist der brillanteste Stilist Lateinamerikas, ein Radikalsubjektivist und Großtyrann der literarisch geschliffenen Polemik. Für seinen Roman Der Abgrund nahm er 2003 den Literaturpreis Rómulo Gallegos mit der Geste allumfassender Misanthropie entgegen (und stiftete die Preissumme Medellíns Heimen für aufgelesene Straßenhunde). Fernando Vallejos Kunst ist es, Überempfindlichkeit, Verzweiflung und Sehnsucht in die Drastik und auch Komik des Erzählens davon zu überführen. Blaue Tage ist das Paradox einer Schimpfkanonade als Trostbuch.