Im Glanz der Jahrhundertwende Berta Zuckerkandl war die letzte große Salonière des Wien um die Jahrhundertwende. In ihrer Villa in Döbling gaben sich Größen aus Literatur, Kunst und Politik gegenseitig die Klinke in die Hand. Namen wie Arthur Schnitzler, Gustav Mahler, Gustav Klimt, Franz Werfel oder Hugo von Hofmannsthal sind ebenso mit dem ihren verwoben wie Größen aus der Pariser Kunst- und Kulturszene, etwa Auguste Rodin, Maurice Ravel oder Eugène Carriere. Die Tochter des Herausgebers des „Neuen Wiener Tagblattes“ und engsten Beraters Kronprinz Rudolfs Moritz Szeps war aber nicht nur Mäzenin der schönen Künste, sondern schrieb selbst Artikel für renommierte Zeitungen, konnte aufgrund ihrer Kontakte in Frankreich als Diplomatin zwischen Österreich und Frankreich vermitteln und wirkte als Geheimagentin während des Ersten Weltkrieges. Berta Zuckerkandl erzählt Anekdoten aus Begegnungen mit Großen jener Zeit und schildert die Flucht vor dem Naziregime über Frankreich nach Algier.
Bertha Zuckerkandl Książki




Österreich intim. Erinnerungen 1892-1942
- 280 stron
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Berta Zuckerkandl war eine bedeutende Salonière in Wien um die Jahrhundertwende, die Künstler und Politiker wie Schnitzler und Mahler zusammenbrachte. Sie war auch Schriftstellerin, Diplomatin und Geheimagentin im Ersten Weltkrieg. Ihre Anekdoten und die Flucht vor dem Naziregime nach Algier prägen ihre Erzählungen.
Flucht!
- 224 strony
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Sie wurde geliebt und gehasst, verehrt und verachtet. Berta Zuckerkandl, 1864 als Tochter des Zeitungsverlegers Moritz Szeps geboren, war eine couragierte Friedenskämpferin und Vertraute vieler Größen ihrer Zeit. Nach der Heirat mit dem Anatomen Emil Zuckerkandl gründete sie in Wien einen Salon, der von modernen Kunstströmungen aufgeschlossenen Frauen und Männern besucht wurde. Hier begegneten sich Gustav Mahler und Alma Schindler, die sich trotz eines heftigen Disputs drei Wochen später verlobten. Zuckerkandl organisierte die erste öffentliche Lesung des Jedermann und förderte die Begegnung von Max Reinhardt und Hugo von Hoffmannsthal. Unter Gustav Klimts Einfluss entstand in ihrem Salon die Idee zur Wiener Secession, und sie spielte eine entscheidende Rolle bei den Salzburger Festspielen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges endeten diese glanzvollen Jahre. Nach dem "Anschluss" 1938 musste sie als Jüdin emigrieren, floh nach Frankreich und dann nach Algier, wo sie leidenschaftliche Reden gegen den Nationalsozialismus hielt. Sie erlebte den Zusammenbruch des Naziregimes und starb im Oktober 1945. Zuckerkandl war eine der schillerndsten Persönlichkeiten ihrer Epoche, die von der ausklingenden Donaumonarchie bis zum Ende des faschistischen Terrors reicht. Die Biografie vermittelt ein lebendiges Bild dieser einzigartigen Ära.