Zwischen Rom und Mailand - Liturgische Kircheneinrichtungen des Mittelalters in Italien
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Die mittelalterlichen Künstlerinschriften Italiens
Seit kurzem hat die Kunstgeschichte die Signaturen mittelalterlicher Künstler in den Blick genommen, um den eingefahrenen Mythos einer prinzipiellen Anonymität zu revidieren. Nach wie vor sind Signaturen ein unerschlossener Quellenkontinent: Titel, Berufstermini und Epitheta geben Einblick in Status und Werkstattorganisation, Ruhmesformeln und Verben bilden Kategorien des künstlerischen Images ab. Dem ikonologischen Blick erschließen Signaturen auch nonverbal neue Horizonte künstlerischer Bildungsstandards. Nicht zuletzt an den prominenten Platzierungen macht das Medium 'Inschrift' erstaunliche Freiräume der Selbstdarstellung ablesbar. Die in langjährigen Exkursionen zusammengetragenen Abbildungen dokumentieren einen Großteil erstmals im Bild.
Stadtentwürfe zwischen Antike und Früher Neuzeit
Für die griechische und römische Antike wird zum einen nach der baulichen Realisierung von politischen Konzepten, zum anderen nach der Funktion von Stadtbeschreibungen in der Literatur gefragt. Die Überlagerung mittelalterlicher Städte mit religiös-sakralen Deutungsmustern zeigt der Band etwa an den europäischen Nachbildungen der Topographie Jerusalems. Ausblicke auf die Frühe Neuzeit geben Beiträge zu malerischen Entwürfen von Idealstädten und zu städtischen Sozialutopien im Architekturtraktat des Filarete.