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Nach Massgabe meiner Begreifungskraft

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Dieser etwas merkwürdig klingende Titel geht auf ein Kleist-Zitat zurück. Monika Maron bedankte sich mit einer Rede unter diesem Titel für den ihr von Marcel Reich-Ranicki zugesprochenen Kleist-Preis (1992). Pointiert nahm sie darin Stellung zu Fragen unserer Tage, zum Beispiel zur »anachronistischen und verlogenen Diskussion um den § 218«. Denn: »Die vom Staat angemaßte Leibeigenschaft der Frau ist nichts und gar nichts anderes als der fortgesetzte Anspruch männlicher Herrschaft über die Frau.« Die Fähigkeit der Autorin, die Dinge so ins Licht der Vernunft zu rücken, daß die fast schon eingewöhnten Verzerrungen schlagartig von ihnen abfallen, ihre eindeutige Haltung und schließlich die Eleganz ihrer Sprache machen sie zu einer Kommentatorin hohen Ranges. Der Leser kann eine Sprache genießen, die in ihrer vermeintlichen Leichtigkeit in der deutschsprachigen Literatur kaum ihresgleichen hat.

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Nach Massgabe meiner Begreifungskraft, Monika Maron

Język
Rok wydania
1995
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Nach Massgabe meiner Begreifungskraft
Język
niemiecki
Rok wydania
1995
Oprawa
miękka
Liczba stron
119
ISBN10
3596127289
ISBN13
9783596127283
Seria
Ocena
3,5 z 5
Opis
Dieser etwas merkwürdig klingende Titel geht auf ein Kleist-Zitat zurück. Monika Maron bedankte sich mit einer Rede unter diesem Titel für den ihr von Marcel Reich-Ranicki zugesprochenen Kleist-Preis (1992). Pointiert nahm sie darin Stellung zu Fragen unserer Tage, zum Beispiel zur »anachronistischen und verlogenen Diskussion um den § 218«. Denn: »Die vom Staat angemaßte Leibeigenschaft der Frau ist nichts und gar nichts anderes als der fortgesetzte Anspruch männlicher Herrschaft über die Frau.« Die Fähigkeit der Autorin, die Dinge so ins Licht der Vernunft zu rücken, daß die fast schon eingewöhnten Verzerrungen schlagartig von ihnen abfallen, ihre eindeutige Haltung und schließlich die Eleganz ihrer Sprache machen sie zu einer Kommentatorin hohen Ranges. Der Leser kann eine Sprache genießen, die in ihrer vermeintlichen Leichtigkeit in der deutschsprachigen Literatur kaum ihresgleichen hat.