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Das moderne Weltsystem

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Kaum eine Wirtschaftsgeschichte jüngeren Datums, in der sein Name fehlt, und kaum eine entwicklungstheoretische Abhandlung, die sich nicht auf sein Konzept bezieht. Der vorliegende Band umspannt die Jahre zwischen 1600 und 1763, also die Zeit zwischen dem Aufstieg der Niederlande zur Hegemonialmacht und der Durchsetzung der englischen Herrschaftsansprüche im Siebenjährigen Krieg. Wallerstein zeigt, dass das Wesen des Kapitalismus darin besteht, die Länder der Peripherie nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Zentrums auszurichten. Der geografische Raum im Merkantilismus mag enger gewesen sein als heute, doch Sklaverei auf karibischen Zuckerplantagen und Leibeigenschaft in Osteuropa lagen in der Logik des Systems, ähnlich wie die Weltmarktfabriken und Deregulierungen der Gegenwart. Innerhalb des Zentrums und an dessen Rändern tobt seit dem 16. Jahrhundert ein erbitterter Kampf um politische und ökonomische Hegemonie, den Wallerstein anhand der Beispiele der Niederlande, Englands, Spaniens sowie Schwedens und Polens schildert. Dabei gelingt es ihm, Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Sphäre herzustellen und sowohl den engen nationalen als auch den (west)europäischen Kontext zu sprengen – also Universalgeschichte im besten Sinn zu schreiben.

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Das moderne Weltsystem, Immanuel Maurice Wallerstein

Język
Rok wydania
2012
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das moderne Weltsystem
Język
niemiecki
Wydawca
Promedia
Rok wydania
2012
Oprawa
miękka
Liczba stron
416
ISBN10
3853713475
ISBN13
9783853713471
Ocena
4,25 z 5
Opis
Kaum eine Wirtschaftsgeschichte jüngeren Datums, in der sein Name fehlt, und kaum eine entwicklungstheoretische Abhandlung, die sich nicht auf sein Konzept bezieht. Der vorliegende Band umspannt die Jahre zwischen 1600 und 1763, also die Zeit zwischen dem Aufstieg der Niederlande zur Hegemonialmacht und der Durchsetzung der englischen Herrschaftsansprüche im Siebenjährigen Krieg. Wallerstein zeigt, dass das Wesen des Kapitalismus darin besteht, die Länder der Peripherie nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Zentrums auszurichten. Der geografische Raum im Merkantilismus mag enger gewesen sein als heute, doch Sklaverei auf karibischen Zuckerplantagen und Leibeigenschaft in Osteuropa lagen in der Logik des Systems, ähnlich wie die Weltmarktfabriken und Deregulierungen der Gegenwart. Innerhalb des Zentrums und an dessen Rändern tobt seit dem 16. Jahrhundert ein erbitterter Kampf um politische und ökonomische Hegemonie, den Wallerstein anhand der Beispiele der Niederlande, Englands, Spaniens sowie Schwedens und Polens schildert. Dabei gelingt es ihm, Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Sphäre herzustellen und sowohl den engen nationalen als auch den (west)europäischen Kontext zu sprengen – also Universalgeschichte im besten Sinn zu schreiben.