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Libidinöse Ökonomie

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Die »Économie libidinale« ist Lyotards frühes Hauptwerk und zugleich seine problematischste Schrift. Erschienen 1974, blieb das Buch in Deutschland trotz einer ersten deutschen Ausgabe (1984) weitgehend unbeachtet, obwohl es einen Meilenstein in Lyotards Philosophie darstellt. Es markiert seine Abkehr von der Gruppe »Socialisme ou barbarie« und seinen Bruch mit dem Marxismus. Dieser Bruch zeigt sich in einem im akademischen Bereich ungewohnten Ton, den Lyotard selbst als »bösartig« bezeichnete. Seine scharfe Kritik an den Marxisten mündet in eine Theorie der Leidenschaften, die das Theoretische auf beinahe selbstzerstörerische Weise meidet und eine skandalöse Verteidigung des libidinösen Austauschs über alle Grenzen hinweg bietet. Der Leser begegnet einem zerrissenen Text, der die Leidenschaften in der politischen Ökonomie und das Politische in den Leidenschaften verortet, während er sich gleichzeitig einer Festlegung entzieht. Die aggressive Vervielfältigung von Stilen und Schreibweisen eröffnet dem Text verschiedene konkurrierende Lesarten und Anwendungsformen: Ein Text, der als große Haut-Fläche, als umgestülpter Körper oder als Möbiusband erscheint – heute aktueller denn je.

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Libidinöse Ökonomie, Jean Francois Lyotard

Język
Rok wydania
2007
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Libidinöse Ökonomie
Język
niemiecki
Wydawca
Diaphanes
Rok wydania
2007
Oprawa
miękka
ISBN10
3037340118
ISBN13
9783037340110
Seria
Ocena
3,95 z 5
Opis
Die »Économie libidinale« ist Lyotards frühes Hauptwerk und zugleich seine problematischste Schrift. Erschienen 1974, blieb das Buch in Deutschland trotz einer ersten deutschen Ausgabe (1984) weitgehend unbeachtet, obwohl es einen Meilenstein in Lyotards Philosophie darstellt. Es markiert seine Abkehr von der Gruppe »Socialisme ou barbarie« und seinen Bruch mit dem Marxismus. Dieser Bruch zeigt sich in einem im akademischen Bereich ungewohnten Ton, den Lyotard selbst als »bösartig« bezeichnete. Seine scharfe Kritik an den Marxisten mündet in eine Theorie der Leidenschaften, die das Theoretische auf beinahe selbstzerstörerische Weise meidet und eine skandalöse Verteidigung des libidinösen Austauschs über alle Grenzen hinweg bietet. Der Leser begegnet einem zerrissenen Text, der die Leidenschaften in der politischen Ökonomie und das Politische in den Leidenschaften verortet, während er sich gleichzeitig einer Festlegung entzieht. Die aggressive Vervielfältigung von Stilen und Schreibweisen eröffnet dem Text verschiedene konkurrierende Lesarten und Anwendungsformen: Ein Text, der als große Haut-Fläche, als umgestülpter Körper oder als Möbiusband erscheint – heute aktueller denn je.