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Erziehung im Kapitalismus

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Erziehung wird als klare Angelegenheit betrachtet, die früher den preußischen Untertanen und heute den aufgeklärten Wähler und mündigen Steuerzahler hervorbringt. Schulbeamte, die einen Eid auf die Verfassung abgelegt haben, üben Erziehungsgewalt aus. Lehrer nutzen diese Macht, um Unterschiede unter den Schülern zu schaffen, wodurch die Mehrheit von höherer Bildung ausgeschlossen wird. Dies führt dazu, dass den Schülern eine Lebensperspektive in Lohnabhängigkeit mit eingebauter Arbeitslosigkeit eröffnet wird. Die Wissenschaft von der Erziehung hingegen vereidigt den Erzieher ideell auf den Menschen und konstruiert eine Natur, die stets nach Erziehung verlangt. Anpassung und Selbstbestimmung gelten als höchste Ziele dieser Wissenschaft und werden als Synonyme betrachtet. Die Tatsache, dass Erziehung Sieger und Verlierer in der Berufshierarchie produziert, wird von der Pädagogik als unvermeidliches Ergebnis der Menschenentfaltung akzeptiert. Begabung und Intelligenz repräsentieren innere Grenzen, während Umwelt und Sozialisation äußere darstellen, an denen sich Erzieher angeblich abmühen. Letztlich wird die Wissenschaft von der Erziehung in einem Kompliment an die demokratischen Erziehungsanstalten zusammengefasst, das die tatsächliche Formung des Nachwuchses ignoriert und stattdessen verkündet: Erziehung ist gut, weil sie dem Menschen dient!

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Erziehung im Kapitalismus, Freerk Huisken

Język
Rok wydania
1998
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Erziehung im Kapitalismus
Język
niemiecki
Wydawca
VSA-Verl.
Rok wydania
1998
Oprawa
miękka
ISBN10
3879757224
ISBN13
9783879757220
Seria
Tagi
Ocena
4,8 z 5
Opis
Erziehung wird als klare Angelegenheit betrachtet, die früher den preußischen Untertanen und heute den aufgeklärten Wähler und mündigen Steuerzahler hervorbringt. Schulbeamte, die einen Eid auf die Verfassung abgelegt haben, üben Erziehungsgewalt aus. Lehrer nutzen diese Macht, um Unterschiede unter den Schülern zu schaffen, wodurch die Mehrheit von höherer Bildung ausgeschlossen wird. Dies führt dazu, dass den Schülern eine Lebensperspektive in Lohnabhängigkeit mit eingebauter Arbeitslosigkeit eröffnet wird. Die Wissenschaft von der Erziehung hingegen vereidigt den Erzieher ideell auf den Menschen und konstruiert eine Natur, die stets nach Erziehung verlangt. Anpassung und Selbstbestimmung gelten als höchste Ziele dieser Wissenschaft und werden als Synonyme betrachtet. Die Tatsache, dass Erziehung Sieger und Verlierer in der Berufshierarchie produziert, wird von der Pädagogik als unvermeidliches Ergebnis der Menschenentfaltung akzeptiert. Begabung und Intelligenz repräsentieren innere Grenzen, während Umwelt und Sozialisation äußere darstellen, an denen sich Erzieher angeblich abmühen. Letztlich wird die Wissenschaft von der Erziehung in einem Kompliment an die demokratischen Erziehungsanstalten zusammengefasst, das die tatsächliche Formung des Nachwuchses ignoriert und stattdessen verkündet: Erziehung ist gut, weil sie dem Menschen dient!