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Die Erfindung des Nordens

Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung

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Der Norden wird von Bernd Brunner als ein Ort der Mythen und Sehnsüchte untersucht, der über die Jahrhunderte hinweg verschiedene Fantasien hervorrief. Für einige war er ein eisiges Niemandsland voller kriegerischer Wikinger, für andere die Wiege der Zivilisation. Brunner zeigt, wie sich das Bild des Nordens im Lauf der Zeit wandelte. Lange Zeit basierte das Wissen über den Norden auf Gerüchten und obskuren Reiseberichten, die barbarische Wikingerhorden und unwirtliche Landschaften beschrieben. Ab dem 18. Jahrhundert änderte sich diese Wahrnehmung, als das Interesse an nordischer Mythologie aufkam. Werke wie die Edda und Ossians Dichtungen wurden als nördliche Entsprechungen zu antiken griechischen Schriften betrachtet, sowohl von Romantikern als auch von Klassikern. Diese Faszination führte zur Theorie, dass die „Urheimat der Germanen“ im Norden liege, eine Idee, die von den Nazis in eine kultische Verehrung des Nordens umgedeutet wurde. Brunner bietet einen spannenden Streifzug durch Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, der von Wikingern bis zu IKEA, von Eiszeitrelikten bis zu schmelzenden Gletschern reicht. Er beleuchtet wagemutige Forschungsexpeditionen und bizarre Auswüchse, die nicht nur den Blick nach Norden, sondern auch auf die Welt verändern.

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Die Erfindung des Nordens, Bernd Brunner

Język
Rok wydania
2019
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Die Erfindung des Nordens
Podtytuł
Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung
Język
niemiecki
Wydawca
Galiani
Rok wydania
2019
Oprawa
twarda
ISBN10
3869711922
ISBN13
9783869711928
Seria
Ocena
3,25 z 5
Opis
Der Norden wird von Bernd Brunner als ein Ort der Mythen und Sehnsüchte untersucht, der über die Jahrhunderte hinweg verschiedene Fantasien hervorrief. Für einige war er ein eisiges Niemandsland voller kriegerischer Wikinger, für andere die Wiege der Zivilisation. Brunner zeigt, wie sich das Bild des Nordens im Lauf der Zeit wandelte. Lange Zeit basierte das Wissen über den Norden auf Gerüchten und obskuren Reiseberichten, die barbarische Wikingerhorden und unwirtliche Landschaften beschrieben. Ab dem 18. Jahrhundert änderte sich diese Wahrnehmung, als das Interesse an nordischer Mythologie aufkam. Werke wie die Edda und Ossians Dichtungen wurden als nördliche Entsprechungen zu antiken griechischen Schriften betrachtet, sowohl von Romantikern als auch von Klassikern. Diese Faszination führte zur Theorie, dass die „Urheimat der Germanen“ im Norden liege, eine Idee, die von den Nazis in eine kultische Verehrung des Nordens umgedeutet wurde. Brunner bietet einen spannenden Streifzug durch Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, der von Wikingern bis zu IKEA, von Eiszeitrelikten bis zu schmelzenden Gletschern reicht. Er beleuchtet wagemutige Forschungsexpeditionen und bizarre Auswüchse, die nicht nur den Blick nach Norden, sondern auch auf die Welt verändern.