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Die feinen Leute

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Nobel geht die Welt zugrunde - unter dieses sarkastische Motto könnte man dieses erfolgreiche Buch von Roland Girtler stellen, das nun in dritter Auflage vorliegt. Der Autor unterstellt ein überall sichtbares, tagtäglich angestrengtes Streben nach Vornehmheit. Jeder möchte sich würdig und stolz, entweder in aller Bescheidenheit oder unter tosendem Beifall, über andere erheben. Der Mensch als animal ambitiosum wünscht und sucht den Beifall; er sehnt sich nach einer ehrenvollen Stellung in der Gruppe, am Arbeitsplatz oder im gesellschaftlichen Leben. Den vielfältigen Strategien, die dafür aufgewendet werden, ist der Autor nachgegangen. Mit heiterer Ironie, aber nie ohne Sympathie, stellt Girtler die Bemühungen um einen Platz an der Sonne dar. Er ist den Eitelkeiten von Adeligen, Politikern, Aufsteigern, Honoratioren, Ganoven, Sandlern, Räubern, Jägern, Sportlern, Gentlemen, Yuppies, Generälen, Professoren, Schauspielern, Geistlichen u. v. a. nachgegangen und beschreibt deren Symbole, Fetische und sorgsam erwogenen Schritte im dauernden Kampf um Anerkennung. Dieses Streben nach Vornehmheit orientiert sich an einem allgemein anerkannten Vorbild: der Welt der Adeligen, den feinen Ritualen und Symbolen der Hocharistokratie. Am Lebensstil, an den Regeln, an den Gewohnheiten und auch an den liebevoll gepflegten Extravaganzen der Adeligen messen sich all jene, die im „demonstrativen Müßiggang“ eine ihnen adäquate Rolle sehen.

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Die feinen Leute, Roland Girtler

Język
Rok wydania
1989
Oprawa
(twarda)
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5,0
Doskonała
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Tytuł
Die feinen Leute
Język
niemiecki
Wydawca
Veritas
Rok wydania
1989
Oprawa
twarda
Seria
Kategorie
Ocena
5 z 5
Opis
Nobel geht die Welt zugrunde - unter dieses sarkastische Motto könnte man dieses erfolgreiche Buch von Roland Girtler stellen, das nun in dritter Auflage vorliegt. Der Autor unterstellt ein überall sichtbares, tagtäglich angestrengtes Streben nach Vornehmheit. Jeder möchte sich würdig und stolz, entweder in aller Bescheidenheit oder unter tosendem Beifall, über andere erheben. Der Mensch als animal ambitiosum wünscht und sucht den Beifall; er sehnt sich nach einer ehrenvollen Stellung in der Gruppe, am Arbeitsplatz oder im gesellschaftlichen Leben. Den vielfältigen Strategien, die dafür aufgewendet werden, ist der Autor nachgegangen. Mit heiterer Ironie, aber nie ohne Sympathie, stellt Girtler die Bemühungen um einen Platz an der Sonne dar. Er ist den Eitelkeiten von Adeligen, Politikern, Aufsteigern, Honoratioren, Ganoven, Sandlern, Räubern, Jägern, Sportlern, Gentlemen, Yuppies, Generälen, Professoren, Schauspielern, Geistlichen u. v. a. nachgegangen und beschreibt deren Symbole, Fetische und sorgsam erwogenen Schritte im dauernden Kampf um Anerkennung. Dieses Streben nach Vornehmheit orientiert sich an einem allgemein anerkannten Vorbild: der Welt der Adeligen, den feinen Ritualen und Symbolen der Hocharistokratie. Am Lebensstil, an den Regeln, an den Gewohnheiten und auch an den liebevoll gepflegten Extravaganzen der Adeligen messen sich all jene, die im „demonstrativen Müßiggang“ eine ihnen adäquate Rolle sehen.