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Antisemitismus

Eine deutsche Geschichte

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Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat die gefährliche Lage für Juden in Deutschland verdeutlicht und gezeigt, dass antijüdische Einstellungen tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Peter Longerich, ein angesehener Historiker und Mitautor des ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, argumentiert, dass der gegenwärtige Antisemitismus nicht nur als Sündenbock-Phänomen verstanden werden kann, wie es oft in Bildungseinrichtungen gelehrt wird. Die historische Analyse zeigt, dass das Verhältnis zum Judentum ein Spiegelbild des deutschen Selbstbildes und der nationalen Identität ist. Longerichs Werk, das auch Entwicklungen in anderen europäischen Ländern wie Österreich, Ungarn und Polen betrachtet, relativiert nicht den Antisemitismus der Nazis, sondern weist darauf hin, dass Judenfeindschaft auch anderswo existiert. Diese Vorurteile erleichterten dem NS-Regime die Verfolgung der Juden im Zweiten Weltkrieg. Kritiker könnten anmerken, dass das Fehlen von positiven Beispielen wie Emanzipation und Solidarität das Buch bedrückend macht. Dennoch dient die Darstellung als Warn- und Weckruf: Um den über Jahrhunderte gewachsenen, wandelbaren Antisemitismus effektiv zu bekämpfen, sind mehr als moralische Entrüstung und hilflose Appelle notwendig.

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Antisemitismus, Peter Longerich

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Dobry
Cena
39,02 zł

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Bardzo dobra
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Tytuł
Antisemitismus
Podtytuł
Eine deutsche Geschichte
Język
niemiecki
Oprawa
miękka
Liczba stron
631
ISBN10
3742507524
ISBN13
9783742507525
Seria
Tagi
Ocena
4,35 z 5
Opis
Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat die gefährliche Lage für Juden in Deutschland verdeutlicht und gezeigt, dass antijüdische Einstellungen tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Peter Longerich, ein angesehener Historiker und Mitautor des ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, argumentiert, dass der gegenwärtige Antisemitismus nicht nur als Sündenbock-Phänomen verstanden werden kann, wie es oft in Bildungseinrichtungen gelehrt wird. Die historische Analyse zeigt, dass das Verhältnis zum Judentum ein Spiegelbild des deutschen Selbstbildes und der nationalen Identität ist. Longerichs Werk, das auch Entwicklungen in anderen europäischen Ländern wie Österreich, Ungarn und Polen betrachtet, relativiert nicht den Antisemitismus der Nazis, sondern weist darauf hin, dass Judenfeindschaft auch anderswo existiert. Diese Vorurteile erleichterten dem NS-Regime die Verfolgung der Juden im Zweiten Weltkrieg. Kritiker könnten anmerken, dass das Fehlen von positiven Beispielen wie Emanzipation und Solidarität das Buch bedrückend macht. Dennoch dient die Darstellung als Warn- und Weckruf: Um den über Jahrhunderte gewachsenen, wandelbaren Antisemitismus effektiv zu bekämpfen, sind mehr als moralische Entrüstung und hilflose Appelle notwendig.