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Memoiren, gefunden in der Badewanne

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»Memoiren, gefunden in der Badewanne« ist eine satirische Farce, eine surrealistische Antiutopie und eine schillernde Schmähschrift auf die absolute Bürokratie und den totalen Polizeistaat, in dem alles und jedes gelenkt, einem geheimen Zweck untergeordnet und von Spitzeln überwacht und kontrolliert wird. In Borges »Die Lotterie in Babylon« bewirkt die Lotterie ein regelmäßiges Ergießen des Zufalls in die Weltordnung; in »Memoiren, gefunden in der Badewanne« ist alles vorausgeplant und vorausbestimmt, aber das Endergebnis ist ungefähr dasselbe, denn möglicherweise funktioniert die ganze hypertrophierte Staatsmaschinerie schon längst nach Zufallsprinzipien, wie das ganze Universum. Chaos und Ordnung, Zufall und Notwendigkeit, Sinn und Unsinn fallen zusammen und sind prinzipiell ununterscheidbar. Das »Gebäude«, eine Spionagezentrale, ist »unbesiegbar«; im Verlaufe seiner Entwicklung ständig gewachsen, steht es im unaufhörlichen Kampf mit einem Antigebäude, einer gegnerischen Spionagezentrale, die es durchdrungen hat und von der es ebenso durchdrungen worden ist; aber ob es gegnerische Organisationen und jenes andere »Gebäude« gibt oder je gegeben hat, weiß niemand. Möglicherweise ist es nur eine Konstruktion, ein projiziertes Feindbild, wie jener Staatsfeind Goldstein in George Orwells »1984«.

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Memoiren, gefunden in der Badewanne, Stanisław Lem

Język
Rok wydania
1979
Oprawa
(miękka)
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3,8
Bardzo dobra
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Tytuł
Memoiren, gefunden in der Badewanne
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
1979
Oprawa
miękka
Seria
Pierwsze wydanie
1961
Oryginalna nazwa
Pamiętnik znaleziony w wannie
Ocena
3,8 z 5
Opis
»Memoiren, gefunden in der Badewanne« ist eine satirische Farce, eine surrealistische Antiutopie und eine schillernde Schmähschrift auf die absolute Bürokratie und den totalen Polizeistaat, in dem alles und jedes gelenkt, einem geheimen Zweck untergeordnet und von Spitzeln überwacht und kontrolliert wird. In Borges »Die Lotterie in Babylon« bewirkt die Lotterie ein regelmäßiges Ergießen des Zufalls in die Weltordnung; in »Memoiren, gefunden in der Badewanne« ist alles vorausgeplant und vorausbestimmt, aber das Endergebnis ist ungefähr dasselbe, denn möglicherweise funktioniert die ganze hypertrophierte Staatsmaschinerie schon längst nach Zufallsprinzipien, wie das ganze Universum. Chaos und Ordnung, Zufall und Notwendigkeit, Sinn und Unsinn fallen zusammen und sind prinzipiell ununterscheidbar. Das »Gebäude«, eine Spionagezentrale, ist »unbesiegbar«; im Verlaufe seiner Entwicklung ständig gewachsen, steht es im unaufhörlichen Kampf mit einem Antigebäude, einer gegnerischen Spionagezentrale, die es durchdrungen hat und von der es ebenso durchdrungen worden ist; aber ob es gegnerische Organisationen und jenes andere »Gebäude« gibt oder je gegeben hat, weiß niemand. Möglicherweise ist es nur eine Konstruktion, ein projiziertes Feindbild, wie jener Staatsfeind Goldstein in George Orwells »1984«.