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ein tag auf dieser erde

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Der Gedichtband von Kunze präsentiert sich im Vergleich zu seinen früheren Werken als neuartig und überraschend. Die poetischen Bilder verleihen selbst den einfachsten Worten neue Ausdruckskraft und lassen die Grenzen zwischen Bild und Begriff, Wahrnehmung und Diskurs sowie Ernst und Heiterkeit verschwinden. Die Gedichte sind intensiver und sinnlicher, während sie gleichzeitig eine größere Distanz wahren, die nach Simone Weil die Seele des Schönen ausmacht. Besonders auffällig sind die vielen Verse, die mit dem Bild von »Schiffen, die ankern« enden und über die Welt hinausführen. Der Zyklus „ein tag auf dieser erde“ zeichnet sich durch präzise Beobachtungen von Landschaft, Tieren und Pflanzen sowie durch meditative Vertiefung aus. In der Entwicklung von Kunzes Werk zeigt sich, dass die Gedichte in diesem Band das Merkmal des absolut autonomen Bildes tragen. Sie thematisieren eine Vielzahl von Aspekten, vom stillen Schweigen in Kunzes Haus an der Donau bis hin zum Denkmal der Aufstände in Posen, der geschleiften deutschen Mauer und der letzten Aufführung von Mozart durch Vladimir Horowitz in Wien. Auch persönliche Erinnerungen, wie das Krankenbett des Tierbildhauers Heinz Theuerjahr und das Vanitasbild mit dem Mond und dem „beinernen Schädel“, finden ihren Platz in dieser eindrucksvollen Sammlung.

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ein tag auf dieser erde, Reiner Kunze

Język
Rok wydania
2000
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
ein tag auf dieser erde
Podtytuł
gedichte
Język
niemiecki
Rok wydania
2000
Oprawa
miękka
Liczba stron
111
ISBN10
3596149339
ISBN13
9783596149339
Seria
Kategorie
Ocena
4,7 z 5
Opis
Der Gedichtband von Kunze präsentiert sich im Vergleich zu seinen früheren Werken als neuartig und überraschend. Die poetischen Bilder verleihen selbst den einfachsten Worten neue Ausdruckskraft und lassen die Grenzen zwischen Bild und Begriff, Wahrnehmung und Diskurs sowie Ernst und Heiterkeit verschwinden. Die Gedichte sind intensiver und sinnlicher, während sie gleichzeitig eine größere Distanz wahren, die nach Simone Weil die Seele des Schönen ausmacht. Besonders auffällig sind die vielen Verse, die mit dem Bild von »Schiffen, die ankern« enden und über die Welt hinausführen. Der Zyklus „ein tag auf dieser erde“ zeichnet sich durch präzise Beobachtungen von Landschaft, Tieren und Pflanzen sowie durch meditative Vertiefung aus. In der Entwicklung von Kunzes Werk zeigt sich, dass die Gedichte in diesem Band das Merkmal des absolut autonomen Bildes tragen. Sie thematisieren eine Vielzahl von Aspekten, vom stillen Schweigen in Kunzes Haus an der Donau bis hin zum Denkmal der Aufstände in Posen, der geschleiften deutschen Mauer und der letzten Aufführung von Mozart durch Vladimir Horowitz in Wien. Auch persönliche Erinnerungen, wie das Krankenbett des Tierbildhauers Heinz Theuerjahr und das Vanitasbild mit dem Mond und dem „beinernen Schädel“, finden ihren Platz in dieser eindrucksvollen Sammlung.