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Curriculum vitae

Erinnerungen eines Philologen

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Zwangsweise emeritiert und durch zahlreiche Verbote in seiner wissenschaftlichen Arbeit eingeschränkt, begann der Dresdner Romanist Victor Klemperer 1939 mit seiner Autobiographie. In seinen Tagebüchern hielt er die entwürdigenden Umstände fest, unter denen die „Vita“ entstand, ein präzises Bild des deutschen Mittelstands vor und nach der Jahrhundertwende, ohne Sentimentalität oder Bitterkeit. Klemperers Prosa zeichnet sich durch eine unerschütterliche Genauigkeit aus, die oft zu einer Unerbittlichkeit ihm selbst gegenüber führt, wie Martin Walser in seiner Laudatio zur Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 1995 bemerkte. Klemperers Lebenslauf ist ein Ozean komplexer Beziehungen zwischen alltäglichen Erfahrungen, historischen Begegnungen und der Auseinandersetzung mit Kunst und Literatur. Diese ungeschönte Mobilisierung der Lebenszusammenhänge eines deutsch-nationalen jüdischen Mitbürgers von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs erweckt vergangene Lebensbezüge zum Leben und belebt ein sprachliches Medium, das als tot und vergessen galt. Der Text ist nicht nur ein außergewöhnliches Werk, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Literatur.

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Curriculum vitae, Victor Klemperer

Język
Rok wydania
1989
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Curriculum vitae
Podtytuł
Erinnerungen eines Philologen
Język
niemiecki
Rok wydania
1989
Oprawa
twarda
Liczba stron
1373
ISBN10
3352002479
ISBN13
9783352002472
Seria
Oryginalna nazwa
Curriculum vitae
Ocena
4,8 z 5
Opis
Zwangsweise emeritiert und durch zahlreiche Verbote in seiner wissenschaftlichen Arbeit eingeschränkt, begann der Dresdner Romanist Victor Klemperer 1939 mit seiner Autobiographie. In seinen Tagebüchern hielt er die entwürdigenden Umstände fest, unter denen die „Vita“ entstand, ein präzises Bild des deutschen Mittelstands vor und nach der Jahrhundertwende, ohne Sentimentalität oder Bitterkeit. Klemperers Prosa zeichnet sich durch eine unerschütterliche Genauigkeit aus, die oft zu einer Unerbittlichkeit ihm selbst gegenüber führt, wie Martin Walser in seiner Laudatio zur Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises 1995 bemerkte. Klemperers Lebenslauf ist ein Ozean komplexer Beziehungen zwischen alltäglichen Erfahrungen, historischen Begegnungen und der Auseinandersetzung mit Kunst und Literatur. Diese ungeschönte Mobilisierung der Lebenszusammenhänge eines deutsch-nationalen jüdischen Mitbürgers von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs erweckt vergangene Lebensbezüge zum Leben und belebt ein sprachliches Medium, das als tot und vergessen galt. Der Text ist nicht nur ein außergewöhnliches Werk, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Literatur.