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Leonie wuchs in einer Familie auf, die trotz finanzieller Rückschläge und dem Aussterben älterer männlicher Mitglieder viel Wert auf Gesetztheit legte. Ihr Leben schien bis zu ihrem neunzehnten Geburtstag in Ordnung, während sie jahrelang auf dem Sofa lag, Butterbrote aß und Bücher verschlang. Doch dann erwachte in ihr die Leidenschaft für das Theater, inspiriert von dem Hofschauspieler Hellfried. Plötzlich verspürte sie eine innere Unruhe und den Drang, selbst auf der Bühne zu stehen. Sie stellte sich vor, wie sie die Rolle der Partnerin von Hellfried übernehmen könnte. Mit einem Mal fand sie sich in einem berauschenden Moment wieder, als sie selbst eine leidenschaftliche Darbietung gab, erfüllt von dem Gefühl, eine mächtige Künstlerin zu sein. Doch nach dem Vorhang fiel sie in die Realität zurück, gequält von Scham und Zorn, und kehrte nach Hause zurück, wo sie über ihrem kalten Abendessen weinte. Am nächsten Morgen war der schlimmste Kummer vorbei, und sie begann, das Gelernte zu üben, entschlossen, ihre Leidenschaft für das Theater weiter zu verfolgen.

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Schauspielerin, Heinrich Mann

Język
Rok wydania
1911
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Schauspielerin
Język
niemiecki
Rok wydania
1911
Oprawa
twarda
Seria
Kategorie
Ocena
3 z 5
Opis
Leonie wuchs in einer Familie auf, die trotz finanzieller Rückschläge und dem Aussterben älterer männlicher Mitglieder viel Wert auf Gesetztheit legte. Ihr Leben schien bis zu ihrem neunzehnten Geburtstag in Ordnung, während sie jahrelang auf dem Sofa lag, Butterbrote aß und Bücher verschlang. Doch dann erwachte in ihr die Leidenschaft für das Theater, inspiriert von dem Hofschauspieler Hellfried. Plötzlich verspürte sie eine innere Unruhe und den Drang, selbst auf der Bühne zu stehen. Sie stellte sich vor, wie sie die Rolle der Partnerin von Hellfried übernehmen könnte. Mit einem Mal fand sie sich in einem berauschenden Moment wieder, als sie selbst eine leidenschaftliche Darbietung gab, erfüllt von dem Gefühl, eine mächtige Künstlerin zu sein. Doch nach dem Vorhang fiel sie in die Realität zurück, gequält von Scham und Zorn, und kehrte nach Hause zurück, wo sie über ihrem kalten Abendessen weinte. Am nächsten Morgen war der schlimmste Kummer vorbei, und sie begann, das Gelernte zu üben, entschlossen, ihre Leidenschaft für das Theater weiter zu verfolgen.