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Frau Berta Garlan

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Versäumnisse lassen sich ebensowenig nachholen wie verdrängte Empfindungen sich ersetzen lassen. Sich nichts zu vergeben, sich zu versagen, aber zugleich glücklich sein zu wollen, fordert seinen Tribut. Das zeit seines Lebens nicht gesprochene Wort läßt sich im Tode nicht nachrufen; die Einzigartigkeit eines Menschen in einem anderen finden zu wollen, ist ebenso vermessen wie sich einzureden, der Partner sei gegen alle Versuchung gefeit. Auch Berta Garlan - sie ist 29 Jahre alt und verwitwet - hilft es nichts, sich wieder und wieder vor sich selbst zu rechtfertigen mit den Worten, sie sei eine "anständige Frau", der "alles Freche im Grunde ihrer Seele zuwider" sei; denn gleichzeitig sehnt sie sich danach, ein Weib zu sein, "das tun kann, was es will". So nimmt sie Kontakt auf zu einem Jugendfreund, gibt ihm, was sie ihm während des gemeinsamen Studiums nicht zugestehen mochte, in der Hoffnung, damit das Glück für sich endlich zu finden und zu fixieren; aber sie wird auf ihren Platz, die Enge der Kleinstadt, in der sie lebt, zurückgewiesen. "So viel Kraft und Wärme, Übersicht, Tact, Weltgefühl und Herzenskenntnis steckt in dieser 'Berta Garlan', so schön zusammengehalten ist es und so gut und gescheit dabei." Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler 8. Dezember 1903 Um eine Stunde Die Nächste Andreas Thameyers letzter Brief Frau Berta Garlan Ein Erfolg

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Frau Berta Garlan, Arthur Schnitzler

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Tytuł
Frau Berta Garlan
Język
niemiecki
Wydawca
Fischer
Oprawa
twarda
Seria
Kategorie
Ocena
3,75 z 5
Opis
Versäumnisse lassen sich ebensowenig nachholen wie verdrängte Empfindungen sich ersetzen lassen. Sich nichts zu vergeben, sich zu versagen, aber zugleich glücklich sein zu wollen, fordert seinen Tribut. Das zeit seines Lebens nicht gesprochene Wort läßt sich im Tode nicht nachrufen; die Einzigartigkeit eines Menschen in einem anderen finden zu wollen, ist ebenso vermessen wie sich einzureden, der Partner sei gegen alle Versuchung gefeit. Auch Berta Garlan - sie ist 29 Jahre alt und verwitwet - hilft es nichts, sich wieder und wieder vor sich selbst zu rechtfertigen mit den Worten, sie sei eine "anständige Frau", der "alles Freche im Grunde ihrer Seele zuwider" sei; denn gleichzeitig sehnt sie sich danach, ein Weib zu sein, "das tun kann, was es will". So nimmt sie Kontakt auf zu einem Jugendfreund, gibt ihm, was sie ihm während des gemeinsamen Studiums nicht zugestehen mochte, in der Hoffnung, damit das Glück für sich endlich zu finden und zu fixieren; aber sie wird auf ihren Platz, die Enge der Kleinstadt, in der sie lebt, zurückgewiesen. "So viel Kraft und Wärme, Übersicht, Tact, Weltgefühl und Herzenskenntnis steckt in dieser 'Berta Garlan', so schön zusammengehalten ist es und so gut und gescheit dabei." Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler 8. Dezember 1903 Um eine Stunde Die Nächste Andreas Thameyers letzter Brief Frau Berta Garlan Ein Erfolg