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Römische Elegien und andere Gedichte

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Die Elegie als Gattung bildet für Joseph Brodsky die Grundlage seiner Römischen Elegien, in denen er zentrale Motive der Weltliteratur in einem oft ironischen Dialog mit großen Dichtern, insbesondere der lateinischen, deutschen und russischen Literatur, entwickelt. Die zentralen Themen sind Liebe und Tod, die sowohl die antike Tradition des Trauergesangs als auch die erotische Elegie der lateinischen Klassiker reflektieren. Brodsky gestaltet diese Themen durch Spannungen wie Raum und Zeit sowie Licht und Dunkelheit. Rom fungiert als Ewige Stadt, die zwischen Vergangenheit und Zukunft sowie zwischen Realität und Literatur steht. Der Sprecher, ein im Exil lebender Dichter, zeigt autobiografische Züge und definiert seine subjektive Erfahrung in Rom, während er versucht, eine universelle Perspektive zu gewinnen. Der Gedichtzyklus besteht aus zwölf Strophen mit jeweils 16 Versen, die überwiegend im weiblichen Kreuzreim enden und in unregelmäßigem Dolnik verfasst sind. Die Struktur ist symmetrisch, beginnend mit der Beschreibung der körperlichen Nacktheit des Sprechers und endend mit einem retrospektiven Epilog. Die 11. Elegie bildet den lyrischen Höhepunkt, während die 6. Elegie mit einer barocken Vision der Ruinen Roms das Zentrum des Zyklus darstellt. Brodskys Werke, die erst nach 1988 in Russland breitere Beachtung fanden, reflektieren die existenzielle Bedeutung der elegischen Situation und zeigen, wie seine lyrischen Helden em

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Römische Elegien und andere Gedichte, Iosif Aleksandrovič Brodskij

Język
Rok wydania
1990
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Römische Elegien und andere Gedichte
Język
niemiecki
Rok wydania
1990
Oprawa
miękka
Liczba stron
144
ISBN10
3596295408
ISBN13
9783596295401
Seria
Kategorie
Ocena
4,55 z 5
Opis
Die Elegie als Gattung bildet für Joseph Brodsky die Grundlage seiner Römischen Elegien, in denen er zentrale Motive der Weltliteratur in einem oft ironischen Dialog mit großen Dichtern, insbesondere der lateinischen, deutschen und russischen Literatur, entwickelt. Die zentralen Themen sind Liebe und Tod, die sowohl die antike Tradition des Trauergesangs als auch die erotische Elegie der lateinischen Klassiker reflektieren. Brodsky gestaltet diese Themen durch Spannungen wie Raum und Zeit sowie Licht und Dunkelheit. Rom fungiert als Ewige Stadt, die zwischen Vergangenheit und Zukunft sowie zwischen Realität und Literatur steht. Der Sprecher, ein im Exil lebender Dichter, zeigt autobiografische Züge und definiert seine subjektive Erfahrung in Rom, während er versucht, eine universelle Perspektive zu gewinnen. Der Gedichtzyklus besteht aus zwölf Strophen mit jeweils 16 Versen, die überwiegend im weiblichen Kreuzreim enden und in unregelmäßigem Dolnik verfasst sind. Die Struktur ist symmetrisch, beginnend mit der Beschreibung der körperlichen Nacktheit des Sprechers und endend mit einem retrospektiven Epilog. Die 11. Elegie bildet den lyrischen Höhepunkt, während die 6. Elegie mit einer barocken Vision der Ruinen Roms das Zentrum des Zyklus darstellt. Brodskys Werke, die erst nach 1988 in Russland breitere Beachtung fanden, reflektieren die existenzielle Bedeutung der elegischen Situation und zeigen, wie seine lyrischen Helden em