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Eine fromme, fleißige und nicht erfolglose Autorin legt ihre "Tagebuch-Notizen" vor. Luise Rinser, 61, nimmt oft Einladungen an: nach Rußland und nach Polen, zum Jugendtreffen in der Schweiz, zur Schriftsteller Speisung. zum Akademie-Empfang. Außerdem bewirtet und berät sie Mitmenschen in Lebenskrisen -- verirrte Linke (Gudrun Enßlin und Andreas Baader) und verstörte Priester, Eheopfer und durchgebrannte Kinder. Dabei setzt sie nicht zuletzt sich selbst durch Großmut, Mitgefühl und ihr so hochempfindliches Gewissen in Erstaunen. Dem Bundespräsidenten naht sie gleich mit einer "Fürbitte"; dem blassen Knaben, der Flugblätter austeilt. schenkt sie Geld, damit er essen könne; dem Alten an der Drehorgel gönnt sie ein Lächeln und fünf Mark; das Honorar für eine Lesung soll der leidenden Fabrikarbeiterin zugute kommen: den jungen Leuten, die der Drogensucht entronnen sind, spendiert sie Bratwürste. Den Kränkungen ihrer Branche ist die Verfasserin auf solche Art entrückt: "Das Leid meiner Mitmenschen geht mich mehr an als Literaturkritik."

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Grenzübergänge, Luise Rinser

Język
Rok wydania
1977
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Grenzübergänge
Język
niemiecki
Rok wydania
1977
Oprawa
miękka
ISBN10
3596220432
ISBN13
9783596220434
Seria
Kategorie
Ocena
4 z 5
Opis
Eine fromme, fleißige und nicht erfolglose Autorin legt ihre "Tagebuch-Notizen" vor. Luise Rinser, 61, nimmt oft Einladungen an: nach Rußland und nach Polen, zum Jugendtreffen in der Schweiz, zur Schriftsteller Speisung. zum Akademie-Empfang. Außerdem bewirtet und berät sie Mitmenschen in Lebenskrisen -- verirrte Linke (Gudrun Enßlin und Andreas Baader) und verstörte Priester, Eheopfer und durchgebrannte Kinder. Dabei setzt sie nicht zuletzt sich selbst durch Großmut, Mitgefühl und ihr so hochempfindliches Gewissen in Erstaunen. Dem Bundespräsidenten naht sie gleich mit einer "Fürbitte"; dem blassen Knaben, der Flugblätter austeilt. schenkt sie Geld, damit er essen könne; dem Alten an der Drehorgel gönnt sie ein Lächeln und fünf Mark; das Honorar für eine Lesung soll der leidenden Fabrikarbeiterin zugute kommen: den jungen Leuten, die der Drogensucht entronnen sind, spendiert sie Bratwürste. Den Kränkungen ihrer Branche ist die Verfasserin auf solche Art entrückt: "Das Leid meiner Mitmenschen geht mich mehr an als Literaturkritik."