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Die Gemeindebauten schufen eine soziale Identifikation für die Arbeiterschaft, die die Klassische Moderne und der Internationale Stil nicht hervorgebracht hatten. Die Wiener Wohnbauarchitektur folgte nicht dogmatisch dem rationalen Leitbild des "Neuen Bauens" und passte sich auch nicht dem Konservatismus der regionalen Bauschulen an. Stattdessen beschritt sie einen eigenständigen "dritten Weg", der eine Konsequenz des sozialen Reformgeistes und Humanismus des späten 19. Jahrhunderts war. In Wien, das in den 20er-Jahren führend im sozialen Wohnbau war, wurden keine neuen Stadtteile gegründet, doch durch geschickte Baulückenverbauung und Zusammenlegung von Freiflächen entstanden zahlreiche Volkswohnhäuser, die sich durch markantes Äußeres und grüne Hofgestaltungen von Nachbarhäusern abhoben. Unter den kommunistischen Diktaturen litten die Wiener Funktionäre und Baumeister der SDAPÖ an einer ähnlichen "Palastitis". Eine historisch vertraute Semantik in der Architektur erwies sich als wirkungsvolles Mittel zur Identifikation und Prestigegewinn für die Partei. Die "Roten Festungen" waren für loyale Parteigenossen massenwirksam, wurden jedoch von bürgerlichen Gegnern als "Arbeiterburgen" angefeindet, nicht nur von politischen Rivalen.
Zakup książki
Architektur des roten Wien, Walter Zednicek
- Język
- Rok wydania
- 2009
- Oprawa
- (miękka),
- Stan książki
- Dobry
- Cena
- 135,25 zł
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- Tytuł
- Architektur des roten Wien
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Walter Zednicek
- Wydawca
- Walter Zednicek
- Rok wydania
- 2009
- Oprawa
- miękka
- Liczba stron
- 223
- ISBN10
- 3950254439
- ISBN13
- 9783950254433
- Seria
- Tagi
- Architektura
- Opis
- Die Gemeindebauten schufen eine soziale Identifikation für die Arbeiterschaft, die die Klassische Moderne und der Internationale Stil nicht hervorgebracht hatten. Die Wiener Wohnbauarchitektur folgte nicht dogmatisch dem rationalen Leitbild des "Neuen Bauens" und passte sich auch nicht dem Konservatismus der regionalen Bauschulen an. Stattdessen beschritt sie einen eigenständigen "dritten Weg", der eine Konsequenz des sozialen Reformgeistes und Humanismus des späten 19. Jahrhunderts war. In Wien, das in den 20er-Jahren führend im sozialen Wohnbau war, wurden keine neuen Stadtteile gegründet, doch durch geschickte Baulückenverbauung und Zusammenlegung von Freiflächen entstanden zahlreiche Volkswohnhäuser, die sich durch markantes Äußeres und grüne Hofgestaltungen von Nachbarhäusern abhoben. Unter den kommunistischen Diktaturen litten die Wiener Funktionäre und Baumeister der SDAPÖ an einer ähnlichen "Palastitis". Eine historisch vertraute Semantik in der Architektur erwies sich als wirkungsvolles Mittel zur Identifikation und Prestigegewinn für die Partei. Die "Roten Festungen" waren für loyale Parteigenossen massenwirksam, wurden jedoch von bürgerlichen Gegnern als "Arbeiterburgen" angefeindet, nicht nur von politischen Rivalen.




