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Das Gastmahl

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Über die Liebe zu philosophieren, ist verfänglich. Wenn hier über die Liebe philosophiert wird, dann wird schnell erkennbar, daß mit ihr etwas zur Sprache kommt, das weder Sentimentalität noch Erbaulichkeit zuläßt: Eros ist Chiffre für den jeweils gewählten Bezug zur Welt. Der philosophische Eros ist Wissen um die eigene Bedürftigkeit und somit Liebe zur Wahrheit; der sophistische Eros ist Verkennen der eigenen Bedürftigkeit und damit Liebe zum Ich. An den Reden, die im „Symposion“ zum Lob des Eros gehalten werden, zeigt sich sehr deutlich, daß Liebe Wahrheitssuche oder Selbstbezogenheit, Transzendenz oder Transzendenzlosigkeit bedeuten kann. Und daß der sokratische Eros, die Selbsthingabe an die Wahrheit, der überlegene ist, beweist sich an der Leichtigkeit, mit der Sokrates auch hier die Widersprüche aufdeckt, denen seine Mitunterredner erliegen. So ist Sokrates in diesem Gelage nicht nur der Trinkfesteste, sondern auch der leidenschaftlichste Liebende.

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Das Gastmahl, Platón

Język
Rok wydania
1960
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das Gastmahl
Język
niemiecki, grecki
Autorzy
Platón
Rok wydania
1960
Oprawa
miękka
Seria
Kategorie
Oryginalna nazwa
Symposium
Ocena
3,95 z 5
Opis
Über die Liebe zu philosophieren, ist verfänglich. Wenn hier über die Liebe philosophiert wird, dann wird schnell erkennbar, daß mit ihr etwas zur Sprache kommt, das weder Sentimentalität noch Erbaulichkeit zuläßt: Eros ist Chiffre für den jeweils gewählten Bezug zur Welt. Der philosophische Eros ist Wissen um die eigene Bedürftigkeit und somit Liebe zur Wahrheit; der sophistische Eros ist Verkennen der eigenen Bedürftigkeit und damit Liebe zum Ich. An den Reden, die im „Symposion“ zum Lob des Eros gehalten werden, zeigt sich sehr deutlich, daß Liebe Wahrheitssuche oder Selbstbezogenheit, Transzendenz oder Transzendenzlosigkeit bedeuten kann. Und daß der sokratische Eros, die Selbsthingabe an die Wahrheit, der überlegene ist, beweist sich an der Leichtigkeit, mit der Sokrates auch hier die Widersprüche aufdeckt, denen seine Mitunterredner erliegen. So ist Sokrates in diesem Gelage nicht nur der Trinkfesteste, sondern auch der leidenschaftlichste Liebende.