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Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 853: Vernunft, Wahrheit und Geschichte

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Putnam geht es in diesem Buch darum, eingefleischte Dichotomien aufzulösen und zu zeigen, wie scheinbar ganz verschiedenartige Standpunkte zusammenhängen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren der analytischen Philosophie scheut Putnam die großen Themen nicht: Wahrheit und Rationalität, Tatsachen und Werte – dies sind die Gegenstände seiner Untersuchung. Einerseits wird dargelegt, daß althergebrachte Etiketten wie »Objektivismus« und »Subjektivismus« keine rein durchzuhaltenden Standpunkte bezeichnen. Andererseits macht Putnam deutlich, daß scheinbar völlig unzusammenhängende oder gar gegensätzliche Positionen (wie z. B. der metaphysische Realismus und der ethische Subjektivismus) auf ähnlichen Illusionen und verfehlten Denkstrategien beruhen und so mit den gleichen Argumenten entkräftet werden können. Aus der Unhaltbarkeit der so widerlegten Theorien folgt jedoch nicht die Richtigkeit des bequemen Relativismus oder eines fashionablen Methodenanarchismus. Im Gegenteil: ausgehend von grundlegenden sprachanalytischen Überlegungen und mit an Kant und Wittgenstein geschultem Problembewußtsein stellt Putnam dar, daß jede Wahl eines Begriffssystems notwendig Wertsetzungen widerspiegelt und daß es keineswegs unmöglich ist, rationale Entscheidungen darüber zu treffen, welche Werte gut und welche Werte schlecht sind.

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Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 853: Vernunft, Wahrheit und Geschichte, Hilary Putnam

Język
Rok wydania
1990
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 853: Vernunft, Wahrheit und Geschichte
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
1990
Oprawa
miękka
Liczba stron
293
ISBN10
3518284533
ISBN13
9783518284537
Seria
Ocena
3,9 z 5
Opis
Putnam geht es in diesem Buch darum, eingefleischte Dichotomien aufzulösen und zu zeigen, wie scheinbar ganz verschiedenartige Standpunkte zusammenhängen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren der analytischen Philosophie scheut Putnam die großen Themen nicht: Wahrheit und Rationalität, Tatsachen und Werte – dies sind die Gegenstände seiner Untersuchung. Einerseits wird dargelegt, daß althergebrachte Etiketten wie »Objektivismus« und »Subjektivismus« keine rein durchzuhaltenden Standpunkte bezeichnen. Andererseits macht Putnam deutlich, daß scheinbar völlig unzusammenhängende oder gar gegensätzliche Positionen (wie z. B. der metaphysische Realismus und der ethische Subjektivismus) auf ähnlichen Illusionen und verfehlten Denkstrategien beruhen und so mit den gleichen Argumenten entkräftet werden können. Aus der Unhaltbarkeit der so widerlegten Theorien folgt jedoch nicht die Richtigkeit des bequemen Relativismus oder eines fashionablen Methodenanarchismus. Im Gegenteil: ausgehend von grundlegenden sprachanalytischen Überlegungen und mit an Kant und Wittgenstein geschultem Problembewußtsein stellt Putnam dar, daß jede Wahl eines Begriffssystems notwendig Wertsetzungen widerspiegelt und daß es keineswegs unmöglich ist, rationale Entscheidungen darüber zu treffen, welche Werte gut und welche Werte schlecht sind.