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Der schwierige Selbstfindungsprozeß Bd.3

Regionalismen - Nationalismen - Reideologisierung

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Trotz der unterschiedlichen Einstellungen zu Projekten der gesellschaftspolitischen Erneuerung waren die wichtigsten Proponenten der Demokratisierung in Ost-Mitteleuropa durchgehend der Meinung, daß die langanhaltende Sowjetisierung ihrer Länder überwunden werden müsse, wobei Tempo und Ausmaß jener Umgestaltung differenzierend bewertet wurden. Einigkeit herrschte bei der Bewertung der Wende 1989/90, wobei die Leitfiguren des Umbruchs wie z.B. Adam Michnik und Vaclav Havel mehr als andere Dissidenten zur Überschätzung oder – mehr noch – zur Idealisierung des Demokratisierungsprozesses neigten. Noch im Jahre 1992, als die Wende fundamentale Schwächen im programmatischen und operationellen Bereich der Demokratisierungsabläufe zeigte, sprach Vaclav Havel von einem historischen Ereignis, das aus seiner Sicht revolutionäre Züge trage. Havels Analyse der "sanften Revolution" stellte einen schwierigen Akt der Gratwanderung zwischen einer von Enthusiasmus getragenen Apotheose und einer zurückhaltenden Bestandsaufnahme der damaligen Ereignisse dar. Dies schien ein Zeichen der Unsicherheit und der inneren Zerrissenheit jener zu signalisieren, die für eine "bürgerliche Rehumanisierung" Ost-Mitteleuropas jahrelang gekämpft und der schweigenden Mehrheit das Beispiel "eines Lebens in Würde" gegeben hatten.

Zakup książki

Der schwierige Selbstfindungsprozeß Bd.3, Peter Gerlich, Krzysztof Glass, Barbara Serloth

Język
Rok wydania
1995
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Uszkodzony
Cena
8,20 zł

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Tytuł
Der schwierige Selbstfindungsprozeß Bd.3
Podtytuł
Regionalismen - Nationalismen - Reideologisierung
Język
niemiecki
Oprawa
miękka
ISBN10
3901449558
ISBN13
9783901449550
Seria
Tagi
Opis
Trotz der unterschiedlichen Einstellungen zu Projekten der gesellschaftspolitischen Erneuerung waren die wichtigsten Proponenten der Demokratisierung in Ost-Mitteleuropa durchgehend der Meinung, daß die langanhaltende Sowjetisierung ihrer Länder überwunden werden müsse, wobei Tempo und Ausmaß jener Umgestaltung differenzierend bewertet wurden. Einigkeit herrschte bei der Bewertung der Wende 1989/90, wobei die Leitfiguren des Umbruchs wie z.B. Adam Michnik und Vaclav Havel mehr als andere Dissidenten zur Überschätzung oder – mehr noch – zur Idealisierung des Demokratisierungsprozesses neigten. Noch im Jahre 1992, als die Wende fundamentale Schwächen im programmatischen und operationellen Bereich der Demokratisierungsabläufe zeigte, sprach Vaclav Havel von einem historischen Ereignis, das aus seiner Sicht revolutionäre Züge trage. Havels Analyse der "sanften Revolution" stellte einen schwierigen Akt der Gratwanderung zwischen einer von Enthusiasmus getragenen Apotheose und einer zurückhaltenden Bestandsaufnahme der damaligen Ereignisse dar. Dies schien ein Zeichen der Unsicherheit und der inneren Zerrissenheit jener zu signalisieren, die für eine "bürgerliche Rehumanisierung" Ost-Mitteleuropas jahrelang gekämpft und der schweigenden Mehrheit das Beispiel "eines Lebens in Würde" gegeben hatten.