Jürgen Dendorfer Kolejność książek (chronologicznie)






Herrschen und (Nicht-)Entscheiden
Politisches Handeln im Reich und Ostmitteleuropa des 12. Jahrhunderts
- 280 stron
- 10 godzin czytania
Anders als in der modernen Gesellschaft, in der politisches Handeln stark durch Entscheidungen geprägt ist, bestimmte im Mittelalter eine strenge Rangordnung den Entscheidungsrahmen. Der Rang definierte die soziale Identität des Einzelnen. Entscheidungen des Herrschers konnten konfliktträchtig sein, insbesondere wenn sie an den Rang gebundene Ansprüche bedrohten und als Ehrverletzung wahrgenommen wurden. Diese potenziell destabilisierenden Folgen führten oft dazu, dass Herrschaftsausübung darin bestand, Entscheidungen zu vermeiden und in der Schwebe zu halten. Der vorliegende Band versammelt Beiträge von Historikern aus Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn, die 2023 in Brno/Brünn verschiedene Aspekte des herrscherlichen Entscheidens untersuchen. Die Beiträge beleuchten, wie im Mittelalter politische Handlungen nicht nur durch Entscheidungen, sondern auch durch die komplexen sozialen Strukturen und Rangordnungen geprägt waren. Die Diskussionen bieten einen tiefen Einblick in die Dynamiken der Macht und die Herausforderungen, die mit dem Treffen von Entscheidungen verbunden waren.
Zisterzienser und Zisterzienserinnen am Oberrhein (12. bis 14. Jahrhundert)
- 348 stron
- 13 godzin czytania
Das elsässische Kloster Lützel hatte durch die Gründung von Tochterklöstern eine enorme Ausstrahlung auf den ganzen südlichen Oberrhein. Da Zisterzen ordenstypische Prägungen aufwiesen und zugleich in Konkurrenz mit anderen geistlichen Gemeinschaften standen, bildet das Filiationsnetz einen sinnvollen Raum des Vergleiches. Der Band nimmt in guter landesgeschichtlicher Tradition acht Männer- und fünf Frauenklöster des Zisterzienserordens in den Blick, um die Konturen der einzelnen Klöster im Vergleich mit anderen herauszuarbeiten. Die Beiträge des ersten Teils geben einen strukturierten Überblick über die Zisterzienserklöster am Oberrhein mit Seitenblicken auf die Nachbarregionen in Norden, Süden und Osten. Der zweite Teil nähert sich den zisterziensischen Realitäten in der Region über die Erörterung übergreifender Fragestellungen.
Tenere et habere
Leihen als soziale Praxis im frühen und hohen Mittelalter
- 484 strony
- 17 godzin czytania
Seit mehr als zehn Jahren diskutiert die deutschsprachige Forschung über das „Lehnswesen“. Zahlreiche Beiträge haben mittlerweile gezeigt, dass es weder im frühen noch im hohen Mittelalter jenes allumfassende Ordnungsmodell war, das politische, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse strukturierte. In dieser Forschungslandschaft, die verständlicherweise von einer Dekonstruktion der bisherigen Annahmen geprägt war, versucht der Band einen neuen Akzent zu setzen. Er erprobt, indem er von „Leihe“ und „Leiheformen“ spricht, ein begriffliches und analytisches Instrumentarium, das engführende feudo-vasallitische Deutungen zu vermeiden helfen soll. Die Autorinnen und Autoren des Bandes, der aus der Arbeit mehrjähriger Treffen in Freiburg und Tübingen hervorgegangen ist, untersuchen dazu ein breites Panorama von Quellen von der Karolingerzeit bis ins 13. Jahrhundert.
Die Stadt Freiburg im Breisgau ist ein sehr frühes, wenn nicht das früheste Beispiel einer planmäßigen fürstlichen Stadtgründung des Hochmittelalters. Die Gründung der Herzöge von Zähringen war in vielerlei Hinsicht zukunftsweisend, herausragend sind die den Bürgern zugestandenen Freiheiten und Rechte. Noch heute zeugen zahlreiche Denkmäler wie das Münster, die Gerichtslaube, das Haus zum Walfisch oder die Bächle vom mittelalterlichen Freiburg. Grund genug sich eingehend mit dieser 'Blütezeit' der Stadtgeschichte zu befassen. Ausgehend von zehn ausgewählten Ereignissen der Freiburger Geschichte des Mittelalters wird diese ferne, für die Stadt aber entscheidende Epoche lebendig und liegt in gut lesbarer und allgemeinverständlicher Form in diesem Buch vor. Das thematische Spektrum reicht dabei von den Anfängen der zähringischen Stadtgründung im sogenannten Investiturstreit bis zum Ende des Mittelalters, als der monumentale Bau des gotischen Münsters seinen Abschluss fand. Beiträge zur Fastnacht, dem Bergbau, der Universitätsgründung, der jüdischen Gemeinde und dem Reichstag sind nur einige der weiteren 'Schlaglichter' zur Stadtgeschichte.
Die Staufer und Byzanz
- 186 stron
- 7 godzin czytania