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Das kulturelle Imaginäre

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  • 488 stron
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Die Geschichte des amerikanischen Romans wird im Kontext der Debatte um seinen Beitrag zum Modernisierungsprozess dargestellt. Dabei werden sowohl die Innovationsschübe des Modernismus als auch die Disziplinierungsleistungen des poststrukturalistischen und postmodernen Denkens als Teil eines historischen Prozesses kultureller Enthierarchisierung analysiert. Zentral sind die Thesen der literarischen Anthropologie Wolfgang Isers, die die Fiktion als effektives Medium zur Artikulation von noch nicht kulturfähigen Vorstellungen betrachtet. Diese Fiktion ermöglicht ein imaginäres „Doppelgängertum“ und ein ständiges Sich-selbst-Überschreiten des Menschen. Der „Artikulationseffekt“ des Romans eröffnet kulturgeschichtlich neue Spielräume für imaginäre Selbstentwürfe und individuelle Selbstermächtigung. Durch die Optimierung literarischer Illusionsbildung schafft der Roman im 19. Jahrhundert eine Gleichzeitigkeit von Wirklichem und Möglichem, wodurch er zum privilegierten Ort der Arbeit an einem kulturellen Imaginären wird. Dieses dient dem Individuum als Antrieb für neue Akte der Selbstinszenierung. Flucks Arbeit untersucht die spannungsvolle Komplementarität von imaginärer Selbstüberschreitung und diskursiver Zurichtung des kulturellen Imaginären in detaillierten Einzelinterpretationen aller wichtigen Stationen und Genres des amerikanischen Romans im 18. und 19. Jahrhundert.

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Das kulturelle Imaginäre, Winfried Fluck

Język
Rok wydania
1997
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das kulturelle Imaginäre
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
1997
Oprawa
miękka
Liczba stron
488
ISBN10
3518288792
ISBN13
9783518288795
Seria
Tagi
Opis
Die Geschichte des amerikanischen Romans wird im Kontext der Debatte um seinen Beitrag zum Modernisierungsprozess dargestellt. Dabei werden sowohl die Innovationsschübe des Modernismus als auch die Disziplinierungsleistungen des poststrukturalistischen und postmodernen Denkens als Teil eines historischen Prozesses kultureller Enthierarchisierung analysiert. Zentral sind die Thesen der literarischen Anthropologie Wolfgang Isers, die die Fiktion als effektives Medium zur Artikulation von noch nicht kulturfähigen Vorstellungen betrachtet. Diese Fiktion ermöglicht ein imaginäres „Doppelgängertum“ und ein ständiges Sich-selbst-Überschreiten des Menschen. Der „Artikulationseffekt“ des Romans eröffnet kulturgeschichtlich neue Spielräume für imaginäre Selbstentwürfe und individuelle Selbstermächtigung. Durch die Optimierung literarischer Illusionsbildung schafft der Roman im 19. Jahrhundert eine Gleichzeitigkeit von Wirklichem und Möglichem, wodurch er zum privilegierten Ort der Arbeit an einem kulturellen Imaginären wird. Dieses dient dem Individuum als Antrieb für neue Akte der Selbstinszenierung. Flucks Arbeit untersucht die spannungsvolle Komplementarität von imaginärer Selbstüberschreitung und diskursiver Zurichtung des kulturellen Imaginären in detaillierten Einzelinterpretationen aller wichtigen Stationen und Genres des amerikanischen Romans im 18. und 19. Jahrhundert.