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Rainer Maria Rilke

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Ich weiß nicht mehr, ob der erste Eindruck von seinem Mund ausging - es war ein großer Mund mit dicken, fast kindhaften Lippen - oder von seinen Augen oder von der grauen Farbe seines Gesichts. Ich weiß überhaupt nicht, ob es das Gesicht war, von dem der erste Eindruck kam. Ich glaube, das Gesicht war es nicht, doch auch nicht die Gestalt. Es war seine Kravatte.... Ich fühlte damals eine Spannung zwischen Rilkes innerem und äußerem Menschen, die mich rührte. (Franz Werfel, 1927) Kaum jemand, der Rilke (1875 - 1926) kennt, steht ihm neutral gegenüber. Die einen verehren, die anderen hassen ihn. Sein unstetes Wanderleben war geprägt von den gesellschaftlichen Veränderungen der Zeit und den katastrophalen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg. Sein einflußreiches Werk fasziniert nach wie vor. Ich kam aus blassen Fernen ins dämmernde Geheg, und zu den blassen Sternen führt Sehnsucht mich den Weg. Ob keiner von den Andern mein weites Ziel begreft, ich singe still im Wandern, und - meine Seele reift. (Gedicht für Carl du Prel, München 1897)

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Rainer Maria Rilke, Stefan Schank

Język
Rok wydania
1998
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Rainer Maria Rilke
Język
niemiecki
Rok wydania
1998
Oprawa
miękka
Liczba stron
159
ISBN10
3423310057
ISBN13
9783423310055
Seria
Tagi
Ocena
4 z 5
Opis
Ich weiß nicht mehr, ob der erste Eindruck von seinem Mund ausging - es war ein großer Mund mit dicken, fast kindhaften Lippen - oder von seinen Augen oder von der grauen Farbe seines Gesichts. Ich weiß überhaupt nicht, ob es das Gesicht war, von dem der erste Eindruck kam. Ich glaube, das Gesicht war es nicht, doch auch nicht die Gestalt. Es war seine Kravatte.... Ich fühlte damals eine Spannung zwischen Rilkes innerem und äußerem Menschen, die mich rührte. (Franz Werfel, 1927) Kaum jemand, der Rilke (1875 - 1926) kennt, steht ihm neutral gegenüber. Die einen verehren, die anderen hassen ihn. Sein unstetes Wanderleben war geprägt von den gesellschaftlichen Veränderungen der Zeit und den katastrophalen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg. Sein einflußreiches Werk fasziniert nach wie vor. Ich kam aus blassen Fernen ins dämmernde Geheg, und zu den blassen Sternen führt Sehnsucht mich den Weg. Ob keiner von den Andern mein weites Ziel begreft, ich singe still im Wandern, und - meine Seele reift. (Gedicht für Carl du Prel, München 1897)