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Franz Stelzhamer zwischen Legende und Wahrheit

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  • 309 stron
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Zu Beginn möchte ich erläutern, wie ich zu meiner Arbeit über die Rezeption der Mundartgedichte Franz Stelzhamers gekommen bin. Leben und Werk dieses Dichters verschmelzen im Bewusstsein der Leser zu einer Einheit: Man denkt an Stelzhamer und seine Gedichte, und umgekehrt. Für eine intensive Auseinandersetzung mit einem „Gegenstand“ sind Berührtsein und Liebe unerlässlich, die bei mir in der Kindheit und Jugend für Franz Stelzhamer geweckt wurden. Menschen aus meinem Umfeld erzählten mir von ihm – keine abgeschlossenen Geschichten, sondern Bruchstücke, die sich zu einem Bild zusammenfügten. Dieses Bild ist zwar verschwommen, hat aber einige klar erkennbare Linien, die ich teilen möchte. Er wurde als zeitlose Erscheinung beschrieben: Ein Mann namens Stelzhamer, der viel im Innviertel umherwanderte. Dieses Innviertel bestand für mich aus meinem Wohnort, Nachbardörfern, grünen Hügeln, Getreidefeldern, kleinen Wäldern und gewundenen Bächen, mit ihm, der ständig in Bewegung war. Manchmal rastete er in Gasthäusern und Brauereien, trank Bier, unterhielt die Leute mit Liedern und Geschichten, tanzte gerne und war bei Frauen beliebt. Geld hatte er selten, und wenn doch, verlor er es beim Karten- oder Kegelspiel, machte Schulden und löschte diese durch das einfache Löschen der Anschreibtafel in den Gasthäusern.

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Franz Stelzhamer zwischen Legende und Wahrheit, Silvia Bengesser

Język
Rok wydania
1995
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Franz Stelzhamer zwischen Legende und Wahrheit
Język
niemiecki
Rok wydania
1995
Oprawa
twarda
Liczba stron
309
ISBN10
3852520592
ISBN13
9783852520599
Seria
Kategorie
Opis
Zu Beginn möchte ich erläutern, wie ich zu meiner Arbeit über die Rezeption der Mundartgedichte Franz Stelzhamers gekommen bin. Leben und Werk dieses Dichters verschmelzen im Bewusstsein der Leser zu einer Einheit: Man denkt an Stelzhamer und seine Gedichte, und umgekehrt. Für eine intensive Auseinandersetzung mit einem „Gegenstand“ sind Berührtsein und Liebe unerlässlich, die bei mir in der Kindheit und Jugend für Franz Stelzhamer geweckt wurden. Menschen aus meinem Umfeld erzählten mir von ihm – keine abgeschlossenen Geschichten, sondern Bruchstücke, die sich zu einem Bild zusammenfügten. Dieses Bild ist zwar verschwommen, hat aber einige klar erkennbare Linien, die ich teilen möchte. Er wurde als zeitlose Erscheinung beschrieben: Ein Mann namens Stelzhamer, der viel im Innviertel umherwanderte. Dieses Innviertel bestand für mich aus meinem Wohnort, Nachbardörfern, grünen Hügeln, Getreidefeldern, kleinen Wäldern und gewundenen Bächen, mit ihm, der ständig in Bewegung war. Manchmal rastete er in Gasthäusern und Brauereien, trank Bier, unterhielt die Leute mit Liedern und Geschichten, tanzte gerne und war bei Frauen beliebt. Geld hatte er selten, und wenn doch, verlor er es beim Karten- oder Kegelspiel, machte Schulden und löschte diese durch das einfache Löschen der Anschreibtafel in den Gasthäusern.