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Sozialgeschichte städtischer Gesundheitsverhältnisse während der Urbanisierung

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Die Lebenserwartung in Westeuropa hat sich in den letzten 200 Jahren mehr als verdoppelt und liegt mittlerweile bei fast 80 Jahren. Die Ursachen für diesen bemerkenswerten Wandel, den der Nobelpreisträger R. Fogel als eines der größten Ereignisse der Menschheitsgeschichte bezeichnet, sind noch nicht vollständig geklärt. Jörg Vögele analysiert in dieser Arbeit erstmals systematisch für Deutschland die Mechanismen dieses Wandels und hebt die entscheidende Rolle von Industrialisierung und Urbanisierung hervor. Besonders die Großstädte, die einst als ungesunde „Todesfallen“ galten, entwickelten sich während des Kaiserreichs zu Vorreitern moderner Gesundheitsverhältnisse. Anhand der zehn größten deutschen Städte erörtert der Autor soziale, geschlechtsspezifische und altersspezifische Ungleichheiten in Bezug auf Krankheit und Tod. Er bewertet die Auswirkungen eines steigenden Lebensstandards, verbesserter städtischer Bedingungen sowie medizinischer und sozialer Versorgung auf die Sterblichkeit und Lebenserwartung verschiedener Risikogruppen. Ein zentrales Fazit ist, dass wirtschaftliche und soziale Faktoren wie Wohnverhältnisse und sanitäre Reformen eine weitaus größere Rolle in diesem Prozess spielten als die Medizin. Jörg Vögele ist Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Düsseldorf und Fellow der University of Liverpool, Department of Economic History.

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Sozialgeschichte städtischer Gesundheitsverhältnisse während der Urbanisierung, Jörg Vögele

Język
Rok wydania
2001
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Sozialgeschichte städtischer Gesundheitsverhältnisse während der Urbanisierung
Język
niemiecki
Rok wydania
2001
Oprawa
miękka
Liczba stron
517
ISBN10
3428106113
ISBN13
9783428106110
Seria
Tagi
Opis
Die Lebenserwartung in Westeuropa hat sich in den letzten 200 Jahren mehr als verdoppelt und liegt mittlerweile bei fast 80 Jahren. Die Ursachen für diesen bemerkenswerten Wandel, den der Nobelpreisträger R. Fogel als eines der größten Ereignisse der Menschheitsgeschichte bezeichnet, sind noch nicht vollständig geklärt. Jörg Vögele analysiert in dieser Arbeit erstmals systematisch für Deutschland die Mechanismen dieses Wandels und hebt die entscheidende Rolle von Industrialisierung und Urbanisierung hervor. Besonders die Großstädte, die einst als ungesunde „Todesfallen“ galten, entwickelten sich während des Kaiserreichs zu Vorreitern moderner Gesundheitsverhältnisse. Anhand der zehn größten deutschen Städte erörtert der Autor soziale, geschlechtsspezifische und altersspezifische Ungleichheiten in Bezug auf Krankheit und Tod. Er bewertet die Auswirkungen eines steigenden Lebensstandards, verbesserter städtischer Bedingungen sowie medizinischer und sozialer Versorgung auf die Sterblichkeit und Lebenserwartung verschiedener Risikogruppen. Ein zentrales Fazit ist, dass wirtschaftliche und soziale Faktoren wie Wohnverhältnisse und sanitäre Reformen eine weitaus größere Rolle in diesem Prozess spielten als die Medizin. Jörg Vögele ist Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Düsseldorf und Fellow der University of Liverpool, Department of Economic History.