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Monique de Saint Martin arbeitete lange mit Pierre Bourdieu an Studien zu verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und wandte deren soziologische Methoden auf den Adel an. Als Mitglied eines alten französischen Adelsgeschlechts hat sie einen „natürlichen“ Zugang zu dessen Lebenswelt. Ihre Erfahrungen ermöglichen es ihr, das Adelsfeld aus einer ethnologischen Perspektive kritisch und ohne Ressentiments zu reflektieren. Die Autorin zeigt, dass der Adel auch 200 Jahre nach der Abschaffung seiner Privilegien weiterhin als Gruppe von besonderer Qualität wahrgenommen wird. Dieser Status wird sowohl von den Adligen selbst als auch von anderen gesellschaftlichen Gruppen aufrechterhalten. Um ihn zu bewahren, beschreibt de Saint Martin einen Transformationsprozess, den sie als Rekonversion von politischer und ökonomischer Macht in symbolisches, soziales und kulturelles Kapital darstellt. Adelige erwerben Diplome von Elite-Hochschulen, um in der modernen Leistungsgesellschaft Anerkennung zu finden, während andere durch ehrenamtliches Engagement hohes Ansehen genießen. Im Zentrum der Studie stehen die Strategien dieser Rekonversion: die Pflege sozialer Netzwerke, gegenseitige Unterstützung, Distinktion sowie Investitionen in Kunst, Bildung und Statussymbole. Die Autorin hebt hervor, wie gefährdet die Welt des Adels ist, da ihr Fortbestehen von der erfolgreichen Umsetzung dieser Strategien abhängt.

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Der Adel, Monique de Saint Martin

Język
Rok wydania
2003
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Der Adel
Język
niemiecki
Rok wydania
2003
Oprawa
miękka
Liczba stron
284
ISBN10
3896698540
ISBN13
9783896698544
Seria
Tagi
Oryginalna nazwa
L` espace de la noblesse
Opis
Monique de Saint Martin arbeitete lange mit Pierre Bourdieu an Studien zu verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und wandte deren soziologische Methoden auf den Adel an. Als Mitglied eines alten französischen Adelsgeschlechts hat sie einen „natürlichen“ Zugang zu dessen Lebenswelt. Ihre Erfahrungen ermöglichen es ihr, das Adelsfeld aus einer ethnologischen Perspektive kritisch und ohne Ressentiments zu reflektieren. Die Autorin zeigt, dass der Adel auch 200 Jahre nach der Abschaffung seiner Privilegien weiterhin als Gruppe von besonderer Qualität wahrgenommen wird. Dieser Status wird sowohl von den Adligen selbst als auch von anderen gesellschaftlichen Gruppen aufrechterhalten. Um ihn zu bewahren, beschreibt de Saint Martin einen Transformationsprozess, den sie als Rekonversion von politischer und ökonomischer Macht in symbolisches, soziales und kulturelles Kapital darstellt. Adelige erwerben Diplome von Elite-Hochschulen, um in der modernen Leistungsgesellschaft Anerkennung zu finden, während andere durch ehrenamtliches Engagement hohes Ansehen genießen. Im Zentrum der Studie stehen die Strategien dieser Rekonversion: die Pflege sozialer Netzwerke, gegenseitige Unterstützung, Distinktion sowie Investitionen in Kunst, Bildung und Statussymbole. Die Autorin hebt hervor, wie gefährdet die Welt des Adels ist, da ihr Fortbestehen von der erfolgreichen Umsetzung dieser Strategien abhängt.