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Gottesinstinkt

Semiotische Religionstheorie und Pragmatismus

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Die Verbindung von 'Gott' und 'Instinkt' erscheint ungewöhnlich, bedingt durch die Subjektivierung der neuzeitlichen Philosophie und die Trennung von Natur und Geist. Religionsphilosophie und Theologie sind durch den Verlust der Selbstverständlichkeit des Gottesglaubens geprägt. In der deutschen protestantischen Tradition hat die Wirkungsgeschichte von Kants Transzendentalphilosophie zu Abstraktionen gegenüber natürlicher Religiosität geführt. Hermann Deuser argumentiert jedoch im Sinne der American Philosophy, des Pragmatismus und der Semiotik gegenteiliger. Diese Sichtweise ist möglich, da die neuzeitlichen Bedingungen des europäischen Denkens als Sonderentwicklungen erkannt wurden, die auf die Erfolge der Naturwissenschaften reagierten. Naturphilosophie, Metaphysik und Schöpfungstheologie schienen überflüssig. Wissenschaftstheoretisch, phänomenologisch und alltagsweltlich gibt es gute Gründe, die auf der Basis anderer amerikanischer Denktraditionen zur Wiederentdeckung von Gottes Realität und zur Entwicklung einer zeitgemäßen Religionstheorie führen. Dadurch finden Religionsphilosophie und Theologie zu gemeinsamen, leistungsfähigen Denkmodellen, die sowohl den interreligiösen Dialog als auch die Stärkung der eigenen Religiosität fördern können.

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Gottesinstinkt, Hermann Deuser

Język
Rok wydania
2004
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Gottesinstinkt
Podtytuł
Semiotische Religionstheorie und Pragmatismus
Język
niemiecki
Rok wydania
2004
Oprawa
miękka
ISBN10
3161483553
ISBN13
9783161483554
Seria
Opis
Die Verbindung von 'Gott' und 'Instinkt' erscheint ungewöhnlich, bedingt durch die Subjektivierung der neuzeitlichen Philosophie und die Trennung von Natur und Geist. Religionsphilosophie und Theologie sind durch den Verlust der Selbstverständlichkeit des Gottesglaubens geprägt. In der deutschen protestantischen Tradition hat die Wirkungsgeschichte von Kants Transzendentalphilosophie zu Abstraktionen gegenüber natürlicher Religiosität geführt. Hermann Deuser argumentiert jedoch im Sinne der American Philosophy, des Pragmatismus und der Semiotik gegenteiliger. Diese Sichtweise ist möglich, da die neuzeitlichen Bedingungen des europäischen Denkens als Sonderentwicklungen erkannt wurden, die auf die Erfolge der Naturwissenschaften reagierten. Naturphilosophie, Metaphysik und Schöpfungstheologie schienen überflüssig. Wissenschaftstheoretisch, phänomenologisch und alltagsweltlich gibt es gute Gründe, die auf der Basis anderer amerikanischer Denktraditionen zur Wiederentdeckung von Gottes Realität und zur Entwicklung einer zeitgemäßen Religionstheorie führen. Dadurch finden Religionsphilosophie und Theologie zu gemeinsamen, leistungsfähigen Denkmodellen, die sowohl den interreligiösen Dialog als auch die Stärkung der eigenen Religiosität fördern können.