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Kärnten und Böhmen, Mähren, Schlesien

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Im 13. und 14. Jh. gab es bereits interessante Berührungspunkte zwischen Kärnten und Böhmen: König Přemysl Ottokar II. führte das Amt des Kärntner Landeshauptmannes ein, während Herzog Heinrich kurzzeitig König von Böhmen war. Im 19. Jh. intensivierten sich die Beziehungen, als der Prager August Jaksch-Wartenhorst die Kärntner Geschichtsforschung prägte und Bischof Adalbert Lidmansky tschechischsprachige Priester nach Kärnten holte, was auf Widerstand der deutsch-freiheitlichen Bewegung stieß. In der letzten Phase der Monarchie war Böhmen für seine nationalen Kämpfe bekannt, und Kärnten übernahm im Nachfolgestaat (Deutsch-)Österreich die Rolle eines „Laboratoriums ethnischer Gegensätze“. Künstlerisch gibt es Verbindungen durch Anton Kolig aus Mähren und Giselbert Hoke, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Kärnten blieb. Schlesien, östlich von Böhmen, hat die hl. Hedwig als Landespatronin, während Kärnten die hl. Hemma verehrt. Teschen wurde zur Keimzelle des österreichischen Protestantismus, und die Verwaltungsreformen unter Maria Theresia wurden zuerst in Österreichisch-Schlesien erprobt. Kärnten und Krain waren die ersten, deren Verwaltungsorganisation umgestaltet wurde. Auch die sozialdemokratische Führung in Kärnten wurde von Schlesiern geprägt, beginnend mit Florian Gröger. Schließlich erlebte Kärnten durch den Umbau von Schloss Wolfsberg durch die Grafen Henckel von Donnersmarck einen architektonischen Anschluss an die Grün

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Kärnten und Böhmen, Mähren, Schlesien, Claudia Fräss Ehrfeld

Język
Rok wydania
2004
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Tytuł
Kärnten und Böhmen, Mähren, Schlesien
Język
niemiecki
Rok wydania
2004
Liczba stron
480
ISBN10
3854541058
ISBN13
9783854541059
Seria
Opis
Im 13. und 14. Jh. gab es bereits interessante Berührungspunkte zwischen Kärnten und Böhmen: König Přemysl Ottokar II. führte das Amt des Kärntner Landeshauptmannes ein, während Herzog Heinrich kurzzeitig König von Böhmen war. Im 19. Jh. intensivierten sich die Beziehungen, als der Prager August Jaksch-Wartenhorst die Kärntner Geschichtsforschung prägte und Bischof Adalbert Lidmansky tschechischsprachige Priester nach Kärnten holte, was auf Widerstand der deutsch-freiheitlichen Bewegung stieß. In der letzten Phase der Monarchie war Böhmen für seine nationalen Kämpfe bekannt, und Kärnten übernahm im Nachfolgestaat (Deutsch-)Österreich die Rolle eines „Laboratoriums ethnischer Gegensätze“. Künstlerisch gibt es Verbindungen durch Anton Kolig aus Mähren und Giselbert Hoke, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Kärnten blieb. Schlesien, östlich von Böhmen, hat die hl. Hedwig als Landespatronin, während Kärnten die hl. Hemma verehrt. Teschen wurde zur Keimzelle des österreichischen Protestantismus, und die Verwaltungsreformen unter Maria Theresia wurden zuerst in Österreichisch-Schlesien erprobt. Kärnten und Krain waren die ersten, deren Verwaltungsorganisation umgestaltet wurde. Auch die sozialdemokratische Führung in Kärnten wurde von Schlesiern geprägt, beginnend mit Florian Gröger. Schließlich erlebte Kärnten durch den Umbau von Schloss Wolfsberg durch die Grafen Henckel von Donnersmarck einen architektonischen Anschluss an die Grün