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"Nächstes Jahr kehren wir zurück ..."

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Die erste historische Untersuchung der Arbeitsmigration aus der Türkei in die Bundesrepublik beleuchtet die Anwerbung von »Gastarbeitern« durch die Bundesanstalt für Arbeit im Herbst 1961, um den Arbeitskräftemangel zu beheben. Bis zum Anwerbestopp 1973 kamen etwa 865.000 türkische Arbeitskräfte, überwiegend Männer, nach Westdeutschland. Trotz ihrer hohen Erwartungen an Verdienstmöglichkeiten und Lebensqualität wurden sie schnell enttäuscht. Viele planten, nur vorübergehend zu bleiben, um ihre finanzielle Zukunft in der Türkei zu sichern, erreichten jedoch selten ihre Sparziele. Was als temporärer Aufenthalt gedacht war, entwickelte sich zu einem schleichenden Einwanderungsprozess: Die »Gastarbeiter« verließen die Wohnheime, holten ihre Familien nach und gründeten Geschäfte sowie kulturelle Vereine. Karin Hunn untersucht diese unerwartete Einwanderung umfassend, indem sie die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Alltagserfahrungen der türkischen Migranten analysiert. Dieser Ansatz hilft, die vorherrschende nationale Engführung in der bundesdeutschen Migrationsforschung zu überwinden und zu erklären, warum diese Einwanderung sowohl für die Migranten als auch für die deutsche Gesellschaft bis heute Herausforderungen mit sich bringt.

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"Nächstes Jahr kehren wir zurück ...", Karin Hunn

Język
Rok wydania
2005
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Tytuł
"Nächstes Jahr kehren wir zurück ..."
Język
niemiecki
Autorzy
Karin Hunn
Rok wydania
2005
ISBN10
3892449457
ISBN13
9783892449454
Seria
Opis
Die erste historische Untersuchung der Arbeitsmigration aus der Türkei in die Bundesrepublik beleuchtet die Anwerbung von »Gastarbeitern« durch die Bundesanstalt für Arbeit im Herbst 1961, um den Arbeitskräftemangel zu beheben. Bis zum Anwerbestopp 1973 kamen etwa 865.000 türkische Arbeitskräfte, überwiegend Männer, nach Westdeutschland. Trotz ihrer hohen Erwartungen an Verdienstmöglichkeiten und Lebensqualität wurden sie schnell enttäuscht. Viele planten, nur vorübergehend zu bleiben, um ihre finanzielle Zukunft in der Türkei zu sichern, erreichten jedoch selten ihre Sparziele. Was als temporärer Aufenthalt gedacht war, entwickelte sich zu einem schleichenden Einwanderungsprozess: Die »Gastarbeiter« verließen die Wohnheime, holten ihre Familien nach und gründeten Geschäfte sowie kulturelle Vereine. Karin Hunn untersucht diese unerwartete Einwanderung umfassend, indem sie die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Alltagserfahrungen der türkischen Migranten analysiert. Dieser Ansatz hilft, die vorherrschende nationale Engführung in der bundesdeutschen Migrationsforschung zu überwinden und zu erklären, warum diese Einwanderung sowohl für die Migranten als auch für die deutsche Gesellschaft bis heute Herausforderungen mit sich bringt.