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Wiener Platzerln

Die Geschäfte des Künstlers Luigi Kasimir

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Zum Einen hat der Vedutenmaler Luigi Kasimir das nostalgische Wien-Bild geprägt wie kein anderer. Zum Anderen war er Nationalsozialist der ersten Stunde und Arisierungsprofiteur. Der Graphiker Luigi Kasimir hielt das Wien der Monarchie und der Zwischenkriegszeit in seinen Farbradierungen im Stil der Jahrhundertwende fest. Seine tausendfach vervielfältigten Bilder von einem traditionellen und katholischen Österreich ermöglichten die Popularisierung und weltweite Verbreitung dieses Wien-Bilds. Als Erinnerung an die Heimat dienten sie Emigranten in Amerika zur Kontemplation und Österreichern zur Bebilderung ihres nach dem Krieg wiedergewonnenen Selbstbewusstseins. Sie wurden, Botschafter Österreichs, als Staatsgeschenke verteilt. Als Diener vieler Herren arrangierte sich Kasimir (1881-1962) mit den Regierungen seiner Zeit. Dass der Künstler nach dem Anschluss die jüdische Kunsthandlung arisierte, die ihn jahrzehntelang vertreten hatte, und sich Teile der größten jüdischen Kunstsammlung Wiens von moderner Kunst sicherte, war im Optimismus der Nachkriegsjahre bald vergessen. In einem Volksgerichtsprozess wurde er vom Verbrechen der missbräuchlichen Bereicherung freigesprochen.

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Wiener Platzerln, Catherine Tessmar

Język
Rok wydania
2006
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Wiener Platzerln
Podtytuł
Die Geschäfte des Künstlers Luigi Kasimir
Język
niemiecki
Wydawca
Czernin
Rok wydania
2006
Oprawa
miękka
Liczba stron
159
ISBN10
3707600718
ISBN13
9783707600711
Seria
Tagi
Opis
Zum Einen hat der Vedutenmaler Luigi Kasimir das nostalgische Wien-Bild geprägt wie kein anderer. Zum Anderen war er Nationalsozialist der ersten Stunde und Arisierungsprofiteur. Der Graphiker Luigi Kasimir hielt das Wien der Monarchie und der Zwischenkriegszeit in seinen Farbradierungen im Stil der Jahrhundertwende fest. Seine tausendfach vervielfältigten Bilder von einem traditionellen und katholischen Österreich ermöglichten die Popularisierung und weltweite Verbreitung dieses Wien-Bilds. Als Erinnerung an die Heimat dienten sie Emigranten in Amerika zur Kontemplation und Österreichern zur Bebilderung ihres nach dem Krieg wiedergewonnenen Selbstbewusstseins. Sie wurden, Botschafter Österreichs, als Staatsgeschenke verteilt. Als Diener vieler Herren arrangierte sich Kasimir (1881-1962) mit den Regierungen seiner Zeit. Dass der Künstler nach dem Anschluss die jüdische Kunsthandlung arisierte, die ihn jahrzehntelang vertreten hatte, und sich Teile der größten jüdischen Kunstsammlung Wiens von moderner Kunst sicherte, war im Optimismus der Nachkriegsjahre bald vergessen. In einem Volksgerichtsprozess wurde er vom Verbrechen der missbräuchlichen Bereicherung freigesprochen.