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Das Reich im Kreuzfeuer der Weltmächte

Stationen der Einkreisung Deutschlands

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Die Attitüde der Selbstbezichtigung hat die Deutschen dafür blind gemacht, daß nicht Berlin die wirkliche Schaltzentrale der Macht gewesen ist. Die ausschlaggebenden Staatsmänner saßen nicht in Berlin, sondern in London, Paris und Washington, Seemächten also, die vier Fünftel der Welt und ihrer Güter beherrschten und unter sich aufteilten. Dort spielte sich ab, wovon Berlin nur zu träumen vermochte: Weltpolitik. Unter den Linden, dem vermeintlichen Mittelpunkt Europas, kreuzten sich ihre Fäden bloß. Und zwar im Hinblick auf Moskau und seine Doppelrolle als Land- und Seemacht und Anlieger zweier Ozeane. Wiederholt verbanden sie sich im 20. Jahrhunderts zu einem Netzwerk des Unheils, dem das Reich trotz aller Anfangserfolge unterliegen mußte. Denn Landmächte bleiben nach dem Gesetz des Krieges ihren seemächtigen Gegnern, deren Blockaden und Invasionen, hilflos ausgesetzt. Ebenso spannend wie überzeugend vermag Naumann darzustellen, wie eine jüngere Historikergeneration allmählich zu begreifen beginnt, wo die Wurzeln beider Katastrophen liegen, in die unser Europa hineingeraten ist, wie die Rollen verteilt waren und daß Schuld und Verantwortung dafür keineswegs nur einer Seite anzulasten sind.

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Das Reich im Kreuzfeuer der Weltmächte, Andreas Naumann

Język
Rok wydania
2006
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Das Reich im Kreuzfeuer der Weltmächte
Podtytuł
Stationen der Einkreisung Deutschlands
Język
niemiecki
Wydawca
Grabert
Rok wydania
2006
Oprawa
twarda
Liczba stron
437
ISBN10
3878472226
ISBN13
9783878472223
Seria
Opis
Die Attitüde der Selbstbezichtigung hat die Deutschen dafür blind gemacht, daß nicht Berlin die wirkliche Schaltzentrale der Macht gewesen ist. Die ausschlaggebenden Staatsmänner saßen nicht in Berlin, sondern in London, Paris und Washington, Seemächten also, die vier Fünftel der Welt und ihrer Güter beherrschten und unter sich aufteilten. Dort spielte sich ab, wovon Berlin nur zu träumen vermochte: Weltpolitik. Unter den Linden, dem vermeintlichen Mittelpunkt Europas, kreuzten sich ihre Fäden bloß. Und zwar im Hinblick auf Moskau und seine Doppelrolle als Land- und Seemacht und Anlieger zweier Ozeane. Wiederholt verbanden sie sich im 20. Jahrhunderts zu einem Netzwerk des Unheils, dem das Reich trotz aller Anfangserfolge unterliegen mußte. Denn Landmächte bleiben nach dem Gesetz des Krieges ihren seemächtigen Gegnern, deren Blockaden und Invasionen, hilflos ausgesetzt. Ebenso spannend wie überzeugend vermag Naumann darzustellen, wie eine jüngere Historikergeneration allmählich zu begreifen beginnt, wo die Wurzeln beider Katastrophen liegen, in die unser Europa hineingeraten ist, wie die Rollen verteilt waren und daß Schuld und Verantwortung dafür keineswegs nur einer Seite anzulasten sind.