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Unsere wilden Jahre

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  • 266 stron
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Jeans gegen Bügelfalte - schon das musste im verschlafenen, konservativ geprägten Österreich der beginnenden Siebziger als Protest wirken. Parallel zur Modernisierungspolitik der SPÖ-Alleinregierung von Bruno Kreisky entwickelte die junge Generation ein neues Lebensgefühl, das von Rock-Musik ebenso beeinflusst war wie von der Studentenrevolte der Sechziger. Es traf sich mit einer Phase des Umbruchs und des Wertewandels, weg von der exzessiven Konsumgesellschaft hin zu ökologischem Denken. Georg Friesenbichler beschreibt in seinem Buch, in welchen Formen sich diese Umbruchphase realisierte: Anti-Militarismus, Bildungsdebatten, Faschismus-Diskussion, Kampf für die Fristenlösung und die Entstehung von Bürgerinitiativen sind einige Beispiele. Das späte Aufbegehren wirkte weit in die folgenden Jahrzehnte hinein: Die Arena-Besetzung erzielte mit zivilem Ungehorsam erstmals Breitenwirksamkeit. Der Erfolg bei der Volksabstimmung gegen das AKW Zwentendorf gab der Umweltbewegung jenen Schwung, der sie in den Achtzigerjahren ins Parlament brachte. Die Frauenbewegung ist ohne ihre Vorkämpferinnen in den Siebzigern nicht denkbar. Aus solchen Vorgaben bildete sich ein neues Milieu, eine neue Wählerschicht mit gewandelten Einstellungen und Moralbegriffen. Von revolutionären Träumen ist der jungen Generation von damals nicht mehr viel geblieben - dennoch hat sie zur Veränderung der Gesellschaft beigetragen.

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Unsere wilden Jahre, Georg Friesenbichler

Język
Rok wydania
2008
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Unsere wilden Jahre
Język
niemiecki
Wydawca
Böhlau
Rok wydania
2008
Oprawa
twarda
Liczba stron
266
ISBN10
3205781511
ISBN13
9783205781516
Seria
Opis
Jeans gegen Bügelfalte - schon das musste im verschlafenen, konservativ geprägten Österreich der beginnenden Siebziger als Protest wirken. Parallel zur Modernisierungspolitik der SPÖ-Alleinregierung von Bruno Kreisky entwickelte die junge Generation ein neues Lebensgefühl, das von Rock-Musik ebenso beeinflusst war wie von der Studentenrevolte der Sechziger. Es traf sich mit einer Phase des Umbruchs und des Wertewandels, weg von der exzessiven Konsumgesellschaft hin zu ökologischem Denken. Georg Friesenbichler beschreibt in seinem Buch, in welchen Formen sich diese Umbruchphase realisierte: Anti-Militarismus, Bildungsdebatten, Faschismus-Diskussion, Kampf für die Fristenlösung und die Entstehung von Bürgerinitiativen sind einige Beispiele. Das späte Aufbegehren wirkte weit in die folgenden Jahrzehnte hinein: Die Arena-Besetzung erzielte mit zivilem Ungehorsam erstmals Breitenwirksamkeit. Der Erfolg bei der Volksabstimmung gegen das AKW Zwentendorf gab der Umweltbewegung jenen Schwung, der sie in den Achtzigerjahren ins Parlament brachte. Die Frauenbewegung ist ohne ihre Vorkämpferinnen in den Siebzigern nicht denkbar. Aus solchen Vorgaben bildete sich ein neues Milieu, eine neue Wählerschicht mit gewandelten Einstellungen und Moralbegriffen. Von revolutionären Träumen ist der jungen Generation von damals nicht mehr viel geblieben - dennoch hat sie zur Veränderung der Gesellschaft beigetragen.