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Sprache, Lügen und Moral

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  • 151 stron
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Was passiert bei der Übertragung mathematischer Formeln in die unscharfe Welt der Wörter? Wer wird angesprochen, und welche Absichten werden verfolgt? Roald Hoffmann betont die Aufrichtigkeit, die Forscher dem singulären Gegenstand entgegenbringen müssen, und dass Darstellen und Erzählen, das „Übersetzen“, zur Grundausstattung der menschlichen Welt gehören. Ist die Bevorzugung des Einfachen über das Komplexe eine Lüge? Jean-Michel Rabaté argumentiert, dass „wahre“ Lügen Gefühle zur Wahrheit überlisten können. Evelyn Fox Keller weist darauf hin, dass auch die Wissenschaft voller Metaphern ist; Begriffe wie Atom, Gen und Organismus sind metaphorische Notlösungen. Sprachliche Ungenauigkeit und Assoziationen können jedoch das wissenschaftliche Erkennen fördern. Mieke Bal fragt, ob Fiktion Fakten greifbar macht, und untersucht die Ethik des Geschichtenerzählens. Die Autoren aus verschiedenen Fachrichtungen stellen die grundlegende Frage nach dem unvermeidlichen Zusammenhang von Sprache – sowohl wissenschaftlicher als auch literarischer – Lüge und Moral. Interdisziplinäre Dialoge erfordern das Herauslösen der Sprache aus einem Kontext und deren Übertragung in einen anderen, wobei oft Bedeutungen verloren gehen oder zerbrechen, egal wie vorsichtig man dabei vorgeht.

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Sprache, Lügen und Moral, Margery Safir

Język
Rok wydania
2009
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Sprache, Lügen und Moral
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2009
Oprawa
miękka
Liczba stron
151
ISBN10
3518260189
ISBN13
9783518260180
Seria
Tagi
Opis
Was passiert bei der Übertragung mathematischer Formeln in die unscharfe Welt der Wörter? Wer wird angesprochen, und welche Absichten werden verfolgt? Roald Hoffmann betont die Aufrichtigkeit, die Forscher dem singulären Gegenstand entgegenbringen müssen, und dass Darstellen und Erzählen, das „Übersetzen“, zur Grundausstattung der menschlichen Welt gehören. Ist die Bevorzugung des Einfachen über das Komplexe eine Lüge? Jean-Michel Rabaté argumentiert, dass „wahre“ Lügen Gefühle zur Wahrheit überlisten können. Evelyn Fox Keller weist darauf hin, dass auch die Wissenschaft voller Metaphern ist; Begriffe wie Atom, Gen und Organismus sind metaphorische Notlösungen. Sprachliche Ungenauigkeit und Assoziationen können jedoch das wissenschaftliche Erkennen fördern. Mieke Bal fragt, ob Fiktion Fakten greifbar macht, und untersucht die Ethik des Geschichtenerzählens. Die Autoren aus verschiedenen Fachrichtungen stellen die grundlegende Frage nach dem unvermeidlichen Zusammenhang von Sprache – sowohl wissenschaftlicher als auch literarischer – Lüge und Moral. Interdisziplinäre Dialoge erfordern das Herauslösen der Sprache aus einem Kontext und deren Übertragung in einen anderen, wobei oft Bedeutungen verloren gehen oder zerbrechen, egal wie vorsichtig man dabei vorgeht.